EU

Fast alle nam­haf­ten Umwelt‑, Natur­schutz- Verbraucher‑, Bio- und Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­tio­nen Deutsch­lands appe­lie­ren an die Bun­des­re­gie­rung und EU-Abge­ord­ne­ten, der von der EU-Kom­mis­si­on vor­ge­schla­ge­nen Dere­gu­lie­rung neu­er Gen­tech­nik-Ver­fah­ren eine kla­re Abfuhr zu ertei­len.

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139 Ver­bän­de und Orga­ni­sa­tio­nen aus der Zivil­ge­sell­schaft for­dern die Bun­des­re­gie­rung und das Euro­päi­sche Par­la­ment auf, den Vor­schlag der EU-Kom­mis­si­on zur Dere­gu­lie­rung von neu­en Gen­tech­nik­ver­fah­ren abzu­leh­nen. Gen­tech­nik muss wei­ter­hin kon­se­quent nach dem EU Gen­tech­nik­ge­setz und im Sin­ne des Vor­sor­ge­prin­zips regu­liert wer­den.

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Mehr als 200 Vertreter:innen natio­na­ler und regio­na­ler Regie­run­gen und Kom­mu­nen, von Bauern‑, Lebens­mit­tel- und Umwelt-Orga­ni­sa­tio­nen, Wissenschaftler:innen und Geschäfts­leu­te tra­fen sich am 7. Sep­tem­ber 2023, um den Vor­schlag der EU-Kom­mis­si­on zur Gen­tech­nik-Dere­gu­lie­rung zu dis­ku­tie­ren.

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Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat am 5. Juli einen lan­ge erwar­te­ten Gesetz­ent­wurf zur weit­ge­hen­den Dere­gu­lie­rung der euro­päi­schen Gen­tech­nik-Gesetz­ge­bung für Pflan­zen vor­ge­legt. Soll­ten Euro­pa­par­la­ment und Minis­ter­rat ihn nach der Som­mer­pau­se so ver­ab­schie­den, wäre das nicht nur das Ende des Vor­sor­ge­prin­zips in die­sem Bereich, son­dern auch der Tür­öff­ner für eine neue Form indus­tri­el­ler Land­wirt­schaft in Euro­pa.

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Die geplan­te Dere­gu­lie­rung von Pro­duk­ten eini­ger neu­er Gen­tech­nik­me­tho­den (CRIS­PR-Cas u.a.), die von der EU Kom­mis­si­on für Anfang Juni ange­kün­digt wur­de, stößt jetzt auch im Minis­ter­rat der EU auf Gegen­wind. Wäh­rend die EU Kom­mis­si­on den Vor­schlag dem Agrar­mi­nis­ter­rat unter­brei­ten will, wur­de auf dem Umwelt­mi­nis­ter­rat am 16. März mas­si­ve Kri­tik am Vor­ge­hen und an den wis­sen­schaft­li­chen Grund­an­nah­men der EU-Kom­mis­si­on laut.

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Vor dem Bun­des­kanz­ler­amt wur­den heu­te 420.757 Unter­schrif­ten der Peti­ti­on „Nicht hin­ter unse­rem Rücken – kein Frei­fahrt­schein für neue Gen­tech­nik in unse­rem Essen!“ an die Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­rin­nen Dr. Bet­ti­na Hoff­mann und Dr. Manue­la Rott­mann über­ge­ben.

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Am 24. Sep­tem­ber hat die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on offi­zi­ell vor­ge­schla­gen, das Gen­tech­nik­recht der EU grund­le­gend zu ver­än­dern: Bestimm­te gen­tech­nisch ver­än­der­te Orga­nis­men (GVO) sol­len von der bis­he­ri­gen Risi­ko­prü­fung und Kenn­zeich­nungs­pflicht aus­ge­nom­men wer­den.

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„Sehr geehr­te Frau Baer­bock,“ und natür­lich auch die Her­ren Laschet und Scholz, unter­stüt­zen Sie unse­ren Auf­ruf „Die Gen­sche­re kon­trol­lie­ren“? Soll unter ihrer Kanz­ler­schaft die neue Gen­tech­nik dere­gu­liert wer­den? Jetzt lie­gen uns die Ant­wor­ten auf unse­ren offe­nen Brief  aus dem Mai vor.

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Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat sei­ne vor­sor­ge­ori­en­tier­te Hal­tung gegen­über dem Ein­satz von Gene Dri­ve bestä­tigt. Im Bericht zur EU-Bio­di­ver­si­täts­stra­te­gie für 2030 for­dern die Parlamentarier:innen, dass „im Ein­klang mit dem Vor­sor­ge­prin­zip kei­ne Frei­set­zun­gen von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Gene Dri­ve Orga­nis­men erlaubt wer­den soll­ten, auch nicht zu Natur­schutz­zwe­cken.“

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