EU

Als Ver­tre­ter des Agrar- und Lebens­mit­tel­sek­tors appel­lie­ren wir an die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger der EU, die Wahl­frei­heit sowie die Rech­te von Verbraucher:innen, kon­ven­tio­nell und öko­lo­gisch wirt­schaf­ten­den Landwirt:innen, Züchter:innen und Akteu­ren ent­lang der gesam­ten Lie­fer­ket­te zu schüt­zen. Dazu gehört ins­be­son­de­re die ver­pflich­ten­de Kenn­zeich­nung von mit Neu­en Geno­mi­schen Ver­fah­ren (NGV) erzeug­ten GVO (gen­tech­nisch ver­än­der­te Orga­nis­men) sowie deren voll­stän­di­ge Rück­ver­folg­bar­keit inner­halb der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te.…

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Am 6. Mai begin­nen die abschlie­ßen­den Ver­hand­lun­gen über die Dere­gu­lie­rung von Pflan­zen, die mit neu­en gen­tech­ni­schen Ver­fah­ren wie CRISPR/Cas her­ge­stellt wur­den. Im soge­nann­ten Tri­log müs­sen sich das Euro­päi­sche Par­la­ment, der Minis­ter­rat und die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on auf eine gemein­sa­me Ver­si­on der vor­ge­schla­ge­nen Ver­ord­nung über Pflan­zen aus neu­er Gen­tech­nik (NGT) eini­gen.

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Einem neu­en Rechts­gut­ach­ten zufol­ge ver­sto­ßen die Vor­schlä­ge zur Locke­rung des EU-Gen­tech­nik­rechts gegen inter­na­tio­na­les Recht. In min­des­tens zwei Punk­ten sei das geplan­te EU-Gesetz zu „neu­en geno­mi­schen Tech­ni­ken“ (NGT) nicht mit dem Bio­si­cher­heits­pro­to­koll des UN-Abkom­mens über die bio­lo­gi­sche Viel­falt ver­ein­bar.

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Mehr als 60.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben sich an einer Post­kar­ten­ak­ti­on von bay­ri­schen Bio­un­ter­neh­men und Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen gegen die Dere­gu­lie­rung von Pflan­zen aus soge­nann­ten „neu­en geno­mi­schen Ver­fah­ren“ (NGT) betei­ligt. Die Akti­on „Kein Frei­flug für Gen­tech­nik“ for­der­te eine kon­se­quen­te Kenn­zeich­nung, Rück­ver­folg­bar­keit und Risi­ko­prü­fung für NGT-Pflan­zen. Sie sprach sich wei­ter­hin gegen Paten­te auf Saat­gut, Pflan­zen oder Tie­re aus.

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Am Frei­tag, den 14. März 2025, haben die 27 EU-Mit­glied­staa­ten eine Eini­gung über die Dere­gu­lie­rung von Pflan­zen erzielt, die mit neu­en Gen­tech­ni­ken (soge­nann­ten „neu­en geno­mi­schen Tech­ni­ken“) pro­du­ziert wur­den. Eine qua­li­fi­zier­te Mehr­heit der Mit­glied­staa­ten unter­stütz­te den Kom­pro­miss­vor­schlag der pol­ni­schen EU-Prä­si­dent­schaft. Vie­le Land­wirt­schafts- und Umwelt­ver­bän­de hat­ten zuvor schar­fe Kri­tik an die­sem Vor­schlag geäu­ßert.

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In einer gemein­sa­men Erklä­rung for­dern mehr als 200 Orga­ni­sa­tio­nen von klei­nen und öko­lo­gi­schen Züch­tern, Bau­ern­ver­bän­den, Lebens­mit­tel­ein­zel­händ­lern und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen – dar­un­ter auch Save Our Seeds – die EU-Insti­tu­tio­nen auf, die vor­ge­schla­ge­ne Dere­gu­lie­rung von gen­ma­ni­pu­lier­ten Pflan­zen abzu­leh­nen.

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Der Ein­satz künst­li­cher Intel­li­genz (KI) hat eine tief­grei­fen­de Trans­for­ma­ti­on der Bio­tech­no­lo­gie ein­ge­lei­tet. Einer­seits könn­te dies die Prä­zi­si­on und Effi­zi­enz der CRIS­PR-Metho­de ver­bes­sern. Ande­rer­seits ist die KI-gesteu­er­te Gen­tech­nik anfäl­lig für die bekann­ten Risi­ken der KI, wie etwa den Black-Box-Effekt, Hal­lu­zi­na­tio­nen und Daten­ver­zer­run­gen. Dies wirft erheb­li­che Beden­ken hin­sicht­lich der Sicher­heit die­ser Pflan­zen auf.

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