IUCN

Auf ihrem Kon­gress in Abu Dha­bi stimm­te die Welt­na­tur­schutz­uni­on IUCN knapp gegen eine „vor­sorg­li­che Aus­set­zung” der Frei­set­zung gen­tech­nisch ver­än­der­ter Wild­ar­ten in natür­li­che Öko­sys­te­me. Eine knap­pe Mehr­heit der IUCN-Mit­glie­der unter­stütz­te jedoch die For­de­rung nach „zusätz­li­chen Vor­sichts­maß­nah­men” für sol­che Frei­set­zun­gen. Der Kon­gress offen­bar­te eine tie­fe Spal­tung der Natur­schutz­ge­mein­schaft hin­sicht­lich der Fra­ge, ob gen­tech­nisch ver­än­der­te Wild­or­ga­nis­men in die Natur frei­ge­setzt wer­den soll­ten.

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Abu Dha­bi, 15. Okto­ber 2025 – In einer mit Span­nung erwar­te­ten, äußerst bedenk­li­chen Ent­schei­dung haben die Mit­glie­der der Welt­na­tur­schutz­uni­on IUCN still­schwei­gend den Ein­satz von Gen­tech­nik im Natur­schutz gebil­ligt – obwohl es dafür weder aus­rei­chen­de wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen noch wirk­sa­me Sicher­heits­vor­schrif­ten gibt.

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Die Welt­na­tur­schutz­uni­on (IUCN) debat­tiert über den Ein­satz von Gen­tech­nik in natür­li­chen Lebens­räu­men. Sol­len gen­tech­nisch ver­än­der­te Orga­nis­men künf­tig nicht nur in der Land­wirt­schaft, son­dern auch in natür­li­chen Öko­sys­te­men ein­ge­setzt wer­den? Die mög­li­chen Aus­wir­kun­gen auf unse­re ohne­hin ange­schla­ge­nen Öko­sys­te­me sind nicht abseh­bar. Doch nicht nur des­halb soll­te die Welt­na­tur­schutz­uni­on sol­chen Anwen­dun­gen kla­re Gren­zen set­zen.

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Soll Gen­tech­nik ein­ge­setzt wer­den, um inva­si­ve Arten aus­zu­rot­ten oder Koral­len wider­stands­fä­hi­ger gegen stei­gen­de Mee­res­tem­pe­ra­tu­ren zu machen? Soll­ten gefähr­de­te Arten im Namen des Natur­schut­zes gene­tisch ver­än­dert wer­den? Die Kon­tro­ver­se über die Rol­le der Gen­tech­nik im Natur­schutz nimmt wei­ter an Fahrt auf. Zwei Anträ­ge wur­den zur Ver­ab­schie­dung auf dem Welt­kon­gress der Welt­na­tur­schutz­uni­on (IUCN) im Okto­ber ein­ge­reicht.

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Am 4. Okto­ber ende­te das Regio­na­le Natur­schutz­fo­rum der Welt­na­tur­schutz­uni­on (IUCN) für Euro­pa, Nord- und Zen­tral­asi­en im bel­gi­schen Brüg­ge. Es dien­te unter ande­rem zur Vor­be­rei­tung des IUCN-Welt­na­tur­schutz­kon­gres­ses 2025. Über den Ent­wurf einer IUCN-Posi­ti­on zum Ein­satz von Gen­tech­nik im Natur­schutz wur­de aller­dings nicht dis­ku­tiert. Eine ver­pass­te Chan­ce, urteil­ten Save Our Seeds und die fran­zö­si­sche Orga­ni­sa­ti­on POLLINIS.

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Hat Gen­tech­nik einen Platz im Natur­schutz? Die gen­tech­ni­sche Ver­än­de­rung wild­le­ben­der Arten wird seit der Ent­de­ckung von Gen­tech­nik­ver­fah­ren wie CRISPR/Cas als Mög­lich­keit dis­ku­tiert, um gefähr­de­te Arten an den Kli­ma­wan­del anzu­pas­sen oder inva­si­ve Arten zu bekämp­fen. Am Frei­tag, den 10.09.2021, stimm­te die Welt­na­tur­schutz­uni­on IUCN bei ihrer Mit­glie­der­ver­samm­lung dafür, einen 3‑jährigen Dis­kus­si­ons­pro­zess zu die­ser Fra­ge ein­zu­lei­ten.

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