Über 420.000 Menschen fordern Wahlfreiheit und Risikoprüfung

Kom­men gen­tech­nisch ver­än­der­te Orga­nis­men (GVO) bald ohne Kenn­zeich­nung und Risi­ko­prü­fung auf Euro­pas Äcker und Tel­ler? Die EU-Kom­mis­si­on will die meis­ten mit dem CRIS­PR-Cas Ver­fah­ren erzeug­ten GVO vom bis­he­ri­gen Zulas­sungs­ver­fah­ren aus­neh­men. Dage­gen wen­det sich eine euro­pa­wei­te Peti­ti­on, die am 1. Dezem­ber den Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­rin­nen Dr. Bet­ti­na Hoff­mann und Dr. Manue­la Rott­mann vor dem Kanz­ler­amt über­ge­ben wur­de. SOS hat­te zusam­men mit vie­len wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen gesam­melt und die Peti­ti­on heu­te über­ge­ben.

Die Kern­for­de­run­gen der Peti­ti­on lau­ten:

  • Auch neue gen­tech­nisch ver­än­der­te Orga­nis­men (GVO) müs­sen so gekenn­zeich­net wer­den, dass Ver­brau­che­rin­nen, Bau­ern, Züch­te­rin­nen und Unter­neh­men aus Han­del und Ver­ar­bei­tung sie jeder­zeit erken­nen und ver­mei­den kön­nen.
  • Auch neue GVO müs­sen wei­ter­hin ent­spre­chend dem EU-Vor­sor­ge­prin­zip einer Risi­ko­prü­fung und ‑bewer­tung unter­zo­gen wer­den.
  • Rück­ver­folg­bar­keit und Nach­weis­ver­fah­ren müss­ten eine Zulas­sungs­vor­aus­set­zung für GVO blei­ben, eben­so die Rück­hol­bar­keit. Wer GVO auf den Markt bringt, muss für Risi­ken und Fol­ge­schä­den haf­ten.
  • EU, Bund und Län­der müs­sen mehr For­schung zu Umwelt‑, Bio­di­ver­si­täts- und Gesund­heits­ri­si­ken neu­er GVO, zu ihren sozio-öko­no­mi­schen Aus­wir­kun­gen sowie zur Ent­wick­lung gene­rel­ler Nach­weis­ver­fah­ren för­dern.
  • Um eine viel­fäl­ti­ge, kli­ma­freund­li­che und sozi­al gerech­te öko­lo­gi­sche und bäu­er­li­che Land­wirt­schaft vor­an­zu­brin­gen, soll­ten vor allem For­schung und Wei­ter­ent­wick­lung von bewähr­ten und wirk­sa­men gen­tech­nik­frei­en agrar­öko­lo­gi­schen Metho­den geför­dert wer­den.

Die Peti­ti­on wird EU-weit von über 50 Orga­ni­sa­tio­nen aus Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz sowie Land- und Lebens­mit­tel­wirt­schaft getra­gen.

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