Save Our Seeds

"Save Our Seeds" startete 2002 als Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von gentechnisch veränderten Organismen. Mittlerweile betreibt das Büro viele weitere Projekte rund um vielfältiges Saatgut, nachhaltige Landwirtschaft und globale Ernährung. mehr


350.000 für bundesweites Gentechnik-Verbot!

Umwelt-Staatssekretär Flasbarth nimmt die ersten 322.353 Unterschriften entgegen Foto: Huber/campact
Umwelt-Staatssekretär Flasbarth nimmt die ersten 322.353 Unterschriften entgegen Foto: Huber/campact

Jedes Mitgliedsland der EU kann künftig den Anbau von Gentechnikpflanzen bei sich verbieten. In Deutschland soll diese Entscheidung jedoch nach dem Willen von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) auf die 16 Bundesländer abgewälzt werden. Grotesk! In einem Bundesland ist Gentech-Mais erlaubt, nebenan verboten? 16 Verwaltungsakte und Abstimmungen - ein bürokratischer Wahnsinn. Gentechnisch veränderte Pollen und verändertes Saatgut machen nicht an Landesgrenzen halt. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell für ein bundesweites Verbot des Gentechnikanbaus.  [mehr]


Gentechnik bleibt Gentechnik!

29.07.2015 Klage zeigt Wirkung: Aussaat von Gentechnik-Raps vorerst verhindert Der herbizidresistente Raps der US-Firma Cibus darf in Deutschland vorerst nicht ausgesät werden. Das erreichten Umweltverbände mit einer Klage. Zuvor hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) der Firma bescheinigt, bei dem Raps handele es sich nicht um Gentechnik. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informierte mehrere Umweltverbände nun per Brief, dass die Klage aufschiebende Wirkung und der Bescheid des BVL damit erst einmal keinen Bestand hat. Der Gentechnik-Raps darf also vorerst nicht ausgesät werden.    [mehr] 


Weiterbildungseinrichtung für das Bäckerhandwerk: Gemeinnützige Genossenschaft KNUST gegründet

Unter dem Motto „Die Saat für verantwortungsbewusstes Handeln wird durch Bildung im ganzheitlichen Sinne gelegt“ wurde am 14. Juli 2015 eine neue Bildungseinrichtung in Barsinghausen (Region Hannover) aus der Taufe gehoben. Zur Verwirklichung der Bildungsinitiative KNUST wurde im Rahmen der offiziellen Gründungsveranstaltung eine gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Unter den Teilnehmern waren Bäcker, Konditoren, Müller, Bauern, Getreidezüchter, Wissenschaftler und Vertreter verschiedener Verbände. Save Our Seeds und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehören zu den offiziellen Unterstützern der Initiative.

Anke Kähler, Vorstand der KNUST eG, beschreibt die Intention der Initiative so:
„Unsere Vision ist, dass an vielen Orten wieder verlässliche, faire, regionale Strukturen zur Versorgung der Bevölkerung mit nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln entstehen. Bäuerliche Landwirtschaft, regionale Mühlen in denen das Korn gesunder, standortangepasster und vielfältiger Getreidepflanzen vermahlen wird und Bäcker und Bäckerinnen, die über das Wissen und Können verfügen, daraus gutes und ehrliches Brot zu backen, gehören zusammen. Von einer solchen, regionalen Versorgungssicherheit sind wir heute größtenteils weit entfernt. Diese Vision hat nichts mit einem nostalgischen Klammern an romantischen Bildern zu tun. Es geht um unsere Zukunft, unsere Ernährungssouveränität und unsere Souveränität als Bürger, als Erzeuger und Hersteller von Nahrungsmitteln.“

 Presseinformation zur KNUST Gründung


Opt-Out: Nationale Gentechnik-Vebote abgesegnet

10.07.2015 Bundesrat fordert einheitliche Gentechnik-Anbauverbote in Deutschland: Der Bundesrat beharrt auf einer „grundlegenden Änderung des Zulassungsverfahrens“ für Gentechnik-Organismen. Einem Gesetzesentwurf, der einheitliche Gentechnik-Anbauverbote in Deutschland garantieren soll, schlossen sich nun auch Thüringen und Hessen an. Damit ist auch eine schwarz-grüne Koalition auf Konfrontationskurs mit dem CSU-Minister in Berlin.

In der Debatte um nationale Anbauverbote per sogenanntem Opt-Out haben mehrere Länder – alle mit einem grünen Agrarminister - einen Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser sieht vor, dass die Bundesregierung das Verbot, bestimmte Gentechnik-Pflanzen in Deutschland anzubauen, einheitlich und für das gesamte Bundesgebiet erlässt. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plädiert bislang dafür, dass jedes Bundesland einzeln entscheiden soll.

13.01.15 Heute wurden vom EU-Parlament die neuen Regelungen für Gentechnik Anbauverbote beschlossen und das „Opt-Out“ kann nun in ein nationales Recht umgesetzt werden. 480 Abgeordnete stimmten heute für den erzielten Kompromiss, 159 votierten dagegen und 58 enthielten sich.

Die nötige qualifizierte Mehrheit wurde erreicht. Diejenigen Mitgliedstaaten, die das Opt-Out nun in ihre Gesetze integrieren, können künftig für einzelne Gentechnik-Pflanzen oder für ganze Gruppen entscheiden, ob diese bei ihnen angebaut werden dürfen oder nicht (das müssen sie allerdings begründen).

17.12.14 Die EU-Mitgliedstaaten und der Umweltausschuss des Parlaments haben einen vorher ausgehandelten Kompromiss abgesegnet: einzelne EU-Länder sollen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen leichter verhindern können. Auch wenn noch einige Fragen offen sind, freuen wir uns über diesen Zwischenerfolg. Nun kommt es darauf an, wie die Bundesregierung das sogenannte Opt-Out in deutsches Recht umsetzt – wir werden genau hinschauen und uns dafür einsetzen, dass eine echte Verbesserung zum Status Quo heraus kommt.

5.12.14  Zu früher Stunde übergab Save Our Seeds zusammen mit campact diese geballte Forderung nach einem „richtigen Gentechnik-Verbotsgesetz" vor einer Berliner Bäckerei an Landwirtschaftsminister Schmidt. Es geht darum, wie künftig der Anbau von Gentechnik in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU verboten werden kann. Schmidt nahm sie dankend an und versprach, aus dem schwachen Richtlinien-Kompromiss zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission ein solides deutsches Gesetz zu machen.

 Pressemitteilung 5.12.14
Newsletter zur Aktion vom 5.12.14 von SaveOurSeeds
 Weitere Informationen vom Infodienst Gentechnik


Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!

Demonstranten fordern Freiheit für Brokkoli und Tomate (Foto: Keine Patente auf Saatgut)
Demonstranten fordern Freiheit für Brokkoli und Tomate (Foto: Keine Patente auf Saatgut)

21.05.2015 Aufruf der Initiative „Keine Patente auf Saatgut“ Unter dem Motto „Jetzt handeln – die Zukunft unserer Ernährung retten!“ richtet sich der  Aufruf gezielt an die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Patentorganisation und der Europäischen Union. Die Unterzeichner fordern eine sofortige Änderung der Ausführungsordnung des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) und eine Änderung der europäischen Patentgesetze, um Patente auf Züchtungsverfahren, Züchtungsmaterial, Züchtungsmerkmale, Gene sowie auf Pflanzen und Tiere und von diesen gewonnene Lebensmittel zu verbieten.  [mehr]


GMO-Free Regions: Berliner Erklärung verabschiedet!

08.05.2015 Die Konferenz „Gentechnikfreies Europa – Chancen und Herausforderungen“ vereinte Vertreterinnen und Vertreter der 64 Regierungen im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen, Unternehmen der Sojabranche, NGOs und Wissenschaftler. Die 400 Teilnehmer aus über 60 Ländern haben zum Abschluss der Konferenz gemeinsam die  „Berliner Erklärung“ vorgestellt. Die Erklärung bezieht Positionen zu den Themen Opt Out, Europäische Eiweißstrategie, TTIP, Low Level Presence, Kennzeichnung von GVOs sowie Neue Techniken.  [mehr]


EU-Saatgutverordnung: Endgültig zurückgezogen!

06.03.15  Endlich ist der Erfolg amtlich: Die EU-Kommission hat jetzt offiziell ihren Entwurf einer neuen Saatgutverordnung zurückgezogen! Vor einem Jahr hatte das EU-Parlament den Vorschlag mit großer Mehrheit abgelehnt, weil hunderttausende Europäer dagegen protestiert hatten, die Sortenvielfalt noch bürokratischer und zentralistischer zu reglementieren. Vielen Dank an alle, die unsere Kampagne "Freiheit für die Vielfalt" unterstützen!

Nachrichten

26.06.2015

Cibus Raps: EU Kommission verbietet unkontrollierte Freisetzung

Raps Raps breitet sich besonders schnell in der Umwelt aus - so können sich die Gentechnik-Eigenschaften auf andere Pflanzen übertragen (Foto: hbrinkman / freeimages)

Ein aktuelles Schreiben der EU-Kommission weist alle zuständigen Behörden der EU-Mitgliedstaaten an, die Freisetzung einer Raps-Art der US Firma Cibus, welche mithilfe sogenannter Oligonukleotide hergestellt wurde, zu untersagen. Somit stellt sich die Kommission gegen einen früheren Bescheid des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das einer Freisetzung bereits im Februar zustimmte.

Damit stützt die Komission die Position vieler Umweltverbände, die eine Rücknahme des BVL-Bescheids gefordert hatten. „Es zeigt sich, dass das BVL hier Partei ergriffen hat, um zugunsten der Industrie Fakten zu schaffen“, sagt Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Landwirtschaftsminister Schmidt, der die Dienstaufsicht hat, muss dafür sorgen, dass der BVL Bescheid aufgehoben wird. Die illegale Saat darf nicht auf den Acker kommen. Sonst kann sich der herbizidresistente Raps unkontrolliert verbreiten, ist nicht mehr rückholbar und bedroht die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft.“

Derzeit schätz das BVL Cibus Raps als Mutationszüchtung ein, welcher nach EU-Gentechnikgesetzen nicht als regulierungspflichtige Gentechnik anzusehen ist. Laut einer Pressemitteilung mehrerer Umweltverbände, darunter Testbiotech, der ABL und Save our Seeds, handele es sich bei dem Einsatz von Oligonukleotiden hingegen um „Genome Editing“ oder „syntetische Gentechnik“ und ist daher als Gentechnik im Sinne der geltenden EU-Gesetzgebung anzusehen.

„Die EU-Kommission darf neue technische Verfahren zur Manipulation des Erbguts wie das ‚Genome Editing‘ nicht pauschal von der Gentechnik-Gesetzgebung ausnehmen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Der Cibus-Raps droht sonst für eine ganze Reihe von Produkten zu einem Türöffner zu werden.“

Die EU-Kommission will bis Ende dieses Jahres über den rechtlichen Status des Cibus Rapses entscheiden und fordert bis dahin alle Mitgliedsländer auf, keine unkontrollierten Freisetzungen zu erlauben.

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