Save Our Seeds

"Save Our Seeds" startete 2002 als Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von gentechnisch veränderten Organismen. Mittlerweile betreibt das Büro viele weitere Projekte rund um vielfältiges Saatgut, nachhaltige Landwirtschaft und globale Ernährung. mehr


Gentechnik Anbauverbot ("Opt-Out") in der EU

28.08.2015 Gentechnik Opt-Out in Frankreich, Litauen und Griechenland. Der von den EU-Staaten, der Europäischen Kommission sowie dem Parlament im Frühjahr beschlossene Opt-Out-Mechanismus bietet neue Möglichkeiten den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in den EU Mitgliedsländern zu verbieten. Er beinhaltet zwei voneinander unabhängige Herangehensweisen: Zunächst können einzelne EU-Staaten Unternehmen, die eine Anbaugenehmigung für eine Gentechnik-Pflanze beantragt haben, bitten, ihr Land von dem Antrag auszunehmen. Stimmt der Antragsteller zu, darf die Pflanze in diesem Land nicht angebaut werden, auch wenn auf EU-Ebene grünes Licht gegeben wird. Dies ist aktuell der Fall in Litauen und Griechenland. Die beiden Länder hatten um einen Opt-Out von Monsanto’s Antrag, den Gentechnik-Mais MON810 weiterhin anzubauen gebeten. Monsanto stimmte deren Anfragen zu, sodass MON810 in Griechenland und Litauen nicht angebaut werden darf. Laut Europäischer Kommission sind Litauen und Griechenland bisher die einzigen Länder, die um einen Opt-Out von Monsanto’s Anfrage bezüglich MON810 gebeten hatten.  [mehr]


350.000 für bundesweites Gentechnik-Verbot!

Umwelt-Staatssekretär Flasbarth nimmt die ersten 322.353 Unterschriften entgegen Foto: Huber/campact
Umwelt-Staatssekretär Flasbarth nimmt die ersten 322.353 Unterschriften entgegen Foto: Huber/campact

Jedes Mitgliedsland der EU kann künftig den Anbau von Gentechnikpflanzen bei sich verbieten. In Deutschland soll diese Entscheidung jedoch nach dem Willen von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) auf die 16 Bundesländer abgewälzt werden. Grotesk! In einem Bundesland ist Gentech-Mais erlaubt, nebenan verboten? 16 Verwaltungsakte und Abstimmungen - ein bürokratischer Wahnsinn. Gentechnisch veränderte Pollen und verändertes Saatgut machen nicht an Landesgrenzen halt.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell für ein bundesweites Verbot des Gentechnikanbaus.


Gentechnik bleibt Gentechnik!

29.07.2015 Klage zeigt Wirkung: Aussaat von Gentechnik-Raps vorerst verhindert Der herbizidresistente Raps der US-Firma Cibus darf in Deutschland vorerst nicht ausgesät werden. Das erreichten Umweltverbände mit einer Klage. Zuvor hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) der Firma bescheinigt, bei dem Raps handele es sich nicht um Gentechnik. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informierte mehrere Umweltverbände nun per Brief, dass die Klage aufschiebende Wirkung und der Bescheid des BVL damit erst einmal keinen Bestand hat. Der Gentechnik-Raps darf also vorerst nicht ausgesät werden.    [mehr] 


Weiterbildungseinrichtung für das Bäckerhandwerk: Gemeinnützige Genossenschaft KNUST gegründet

Unter dem Motto „Die Saat für verantwortungsbewusstes Handeln wird durch Bildung im ganzheitlichen Sinne gelegt“ wurde am 14. Juli 2015 eine neue Bildungseinrichtung in Barsinghausen (Region Hannover) aus der Taufe gehoben. Zur Verwirklichung der Bildungsinitiative KNUST wurde im Rahmen der offiziellen Gründungsveranstaltung eine gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Unter den Teilnehmern waren Bäcker, Konditoren, Müller, Bauern, Getreidezüchter, Wissenschaftler und Vertreter verschiedener Verbände. Save Our Seeds und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehören zu den offiziellen Unterstützern der Initiative.

Anke Kähler, Vorstand der KNUST eG, beschreibt die Intention der Initiative so:
„Unsere Vision ist, dass an vielen Orten wieder verlässliche, faire, regionale Strukturen zur Versorgung der Bevölkerung mit nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln entstehen. Bäuerliche Landwirtschaft, regionale Mühlen in denen das Korn gesunder, standortangepasster und vielfältiger Getreidepflanzen vermahlen wird und Bäcker und Bäckerinnen, die über das Wissen und Können verfügen, daraus gutes und ehrliches Brot zu backen, gehören zusammen. Von einer solchen, regionalen Versorgungssicherheit sind wir heute größtenteils weit entfernt. Diese Vision hat nichts mit einem nostalgischen Klammern an romantischen Bildern zu tun. Es geht um unsere Zukunft, unsere Ernährungssouveränität und unsere Souveränität als Bürger, als Erzeuger und Hersteller von Nahrungsmitteln.“

 Presseinformation zur KNUST Gründung


Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!

Demonstranten fordern Freiheit für Brokkoli und Tomate (Foto: Keine Patente auf Saatgut)
Demonstranten fordern Freiheit für Brokkoli und Tomate (Foto: Keine Patente auf Saatgut)

21.05.2015 Aufruf der Initiative „Keine Patente auf Saatgut“ Unter dem Motto „Jetzt handeln – die Zukunft unserer Ernährung retten!“ richtet sich der  Aufruf gezielt an die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Patentorganisation und der Europäischen Union. Die Unterzeichner fordern eine sofortige Änderung der Ausführungsordnung des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) und eine Änderung der europäischen Patentgesetze, um Patente auf Züchtungsverfahren, Züchtungsmaterial, Züchtungsmerkmale, Gene sowie auf Pflanzen und Tiere und von diesen gewonnene Lebensmittel zu verbieten.  [mehr]


GMO-Free Regions: Berliner Erklärung verabschiedet!

08.05.2015 Die Konferenz „Gentechnikfreies Europa – Chancen und Herausforderungen“ vereinte Vertreterinnen und Vertreter der 64 Regierungen im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen, Unternehmen der Sojabranche, NGOs und Wissenschaftler. Die 400 Teilnehmer aus über 60 Ländern haben zum Abschluss der Konferenz gemeinsam die  „Berliner Erklärung“ vorgestellt. Die Erklärung bezieht Positionen zu den Themen Opt Out, Europäische Eiweißstrategie, TTIP, Low Level Presence, Kennzeichnung von GVOs sowie Neue Techniken.  [mehr]


EU-Saatgutverordnung: Endgültig zurückgezogen!

06.03.15  Endlich ist der Erfolg amtlich: Die EU-Kommission hat jetzt offiziell ihren Entwurf einer neuen Saatgutverordnung zurückgezogen! Vor einem Jahr hatte das EU-Parlament den Vorschlag mit großer Mehrheit abgelehnt, weil hunderttausende Europäer dagegen protestiert hatten, die Sortenvielfalt noch bürokratischer und zentralistischer zu reglementieren. Vielen Dank an alle, die unsere Kampagne "Freiheit für die Vielfalt" unterstützen!

Nachrichten

28.08.2015

Gentechnik Opt-Out in Frankreich, Litauen und Griechenland

Opt-Out News Foto Protest gegen Gentechnik in der EU

Der von den EU-Staaten, der Europäischen Kommission sowie dem Parlament im Frühjahr beschlossene Opt-Out-Mechanismus bietet neue Möglichkeiten den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in den EU Mitgliedsländern zu verbieten. Er beinhaltet zwei voneinander unabhängige Herangehensweisen: Zunächst können einzelne EU-Staaten Unternehmen, die eine Anbaugenehmigung für eine Gentechnik-Pflanze beantragt haben, bitten, ihr Land von dem Antrag auszunehmen. Stimmt der Antragsteller zu, darf die Pflanze in diesem Land nicht angebaut werden, auch wenn auf EU-Ebene grünes Licht gegeben wird. Dies ist aktuell der Fall in Litauen und Griechenland. Die beiden Länder hatten um einen Opt-Out von Monsanto’s Antrag, den Gentechnik-Mais MON810 weiterhin anzubauen gebeten. Monsanto stimmte deren Anfragen zu, sodass MON810 in Griechenland und Litauen nicht angebaut werden darf. Laut Europäischer Kommission sind Litauen und Griechenland bisher die einzigen Länder, die um einen Opt-Out von Monsanto’s Anfrage bezüglich MON810 gebeten hatten.
Lehnt der Antragsteller eine freiwillige Einschränkung ab – oder will die Regierung darum gar nicht erst bitten – kommt es zu Phase zwei: die Regierung kann dann mit entsprechender Begründung den Anbau der bestimmten Gentechnik-Pflanze, ganzer Pflanzenkulturen wie z.B. Mais oder aller Pflanzen mit derselben Eigenschaft verbieten. Frankreich entwirft derzeit ein solches Opt-Out-Gesetz und verankert damit ein Gentechnik-Anbauverbot im nationalen Recht.

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