Willkommen bei "Save Our Seeds"
"Save Our Seeds" ist eine europaweite Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Über 300.000 Bürgerinnen und Bürger und rund 300 Organisationen mit mehr als 25 Millionen Mitgliedern in ganz Europa fordern in einer gemeinsamen
Petition ein verbindliches Reinheitsgebot für konventionelles und biologisches Saatgut.
Darüber hinaus koordiniert Save Our Seeds viele weitere
Projekte rund um die Auseinandersetzung mit Gentechnik, nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssouveränität.
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Jahresrückblick 2011
Des Gentechnik-Kaisers neue Kleider

Nach Vorstellungen in San Francisco, London, Rom und Paris lud Save Our Seeds mit dem NABU die Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva am 7. Dezember nach Berlin. Dort stellte sie die gemeinsame Gentechnikstudie „Des Kaisers neue Kleider“ (engl.: ‚The GMO emperor has no clothes‘) vor, an der SOS mit 20 Organisationen aus aller Welt beteiligt war. Mit dabei waren Renate Künast von den Grünen und Christian Unselt vom NABU. Die Studie vergleicht die Versprechungen des globalen "Gentechnik-Kaisers" Monsanto mit den dazugehörigen Realitäten. „Gentechnik-Saatgut steigert weder die Erträge, noch bekämpft es den Welthunger, noch reduziert es den Einsatz von Pestiziden“, fasste Vandana Shiva das Ergebnis zusammen. Vielmehr habe die Agro-Gentechnik in vielen Regionen der Welt zur Zerstörung von Biodiversität und bäuerlicher Existenzen geführt.
Gemeinsame Pressemitteilung
Zusammenfassung
Download der gesamten Studie
Kein Patent auf Leben!

Am 26. Oktober de
monstrierten 300 Menschen in München gegen die Praxis der Patentierung von Pflanzen und Tieren. Nachdem das Patentamt die Woche zuvor angekündigt hatte, ein Patent auf Brokkoli bestehen zu lassen, forderte das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut“ von Agrarministerin Aigner, rechtliche Schritte dagegen einzuleiten. Die Verbände kritisieren den Ausverkauf von Lebensgrundlagen an Agrar-Konzerne. Am 8. November entschied das Europäische Patentamt das Tomaten-Patent der Großen Beschwerdekammer zur Entscheidung vorzulegen. Damit muss die höchste Instanz des EPA darüber entscheiden, ob Pflanzen und Tiere patentiert werden dürfen. „Das Europäische Patentamt hat heute die Notbremse gezogen“, bewertet das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut“ den Schritt und sieht darin einen Erfolg der Proteste.
Geschafft: Europaparlament für nationale Gentechnik-Anbauverbote

Ein grosser Erfolg für die gentechnikkritische Bewegung in Europa: Am Dienstag, den 5. Juli stimmte das Europäische Parlament für eine deutliche Ausweitung der Möglichkeiten der Mitgliedsstaaten der EU, den Anbau auch zugelassener Gentechnikpflanzen auf ihrem Hoheitsgebiet zu verbieten.
Save Our Seeds hatte zusammen mit 13 weiteren Organisationen in einem
offenen Brief an die EU-Abgeordneten appelliert, dem Lepage-Bericht zuzustimmen.
Mehr als 66.000 Bürgerinnen und Bürger hatten die deutschen Abgeordneten des Parlaments aufgefordert, den Bericht zu unterstützen obwohl die Bundesregierung sich bisher gegen eine nationale Selbstbestimmung beim Gentechnik-Anbau ausspricht und im Ministerrat bisher eine Einigung über das Gesetz blockierte.
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Presseerklärung von SOS und campact zur Abstimmung des Parlaments
Protest erfolgreich: Nulltoleranz bleibt
Der Reinheit des Saatgutes stand am 18. März im Bundesrat zur Debatte. Ein Antrag von Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sollte die von der Saatgutindustrie geforderte "Abkehr von der Nulltoleranz" für die Verunreinigung mit Gentechnik einläuten. Er fordert eine „für alle Wirtschaftsbeteiligten praktikable technische Lösung für die Nulltoleranz bei Saatgut“ . Save Our Seeds, 42 Organisationen und Unternehmen und 64.000 Unterzeichner einer campact-Aktion forderten die Ministerpräsidenten auf, diesen Antrag abzulehnen. Mit Erfolg: Für den Antrag stimmten schließlich nur noch die drei Antragsteller.
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Aktuelle Nachrichten
23.01.2012
Aigner stimmt für die Zulassung von Gentech-Soja
Der Film "Raising Resistance" zeigt den Widerstand von Kleinbauern in Paraguay gegen den Anbau gentechnisch veränderter Soja in ihrem Land.
Zu Recht demonstrierten am Wochenende Tausende Menschen gegen Gentechnik und die Eu-Agrar-Politik der Bundesregierung. Denn gegen ihren Willen hat die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer letzte Woche, darunter auch Deutschland, Spanien, Niederlande und Großbritannien, für die Zulassung von vier gentechnisch veränderten Soja-Pflanzen gestimmt. Nach dem Willen der Agrarindustrie sollen die Gentech-Pflanzen als Futter- und Lebensmittel nach Europa importiert werden. Verschiedene Verbände hatten schon im Vorfeld davor gewarnt, dem Antrag zuzustimmen, weil Pestizid-Rückstände auf den Soja-Pflanzen dadurch in die Nahrungskette gelangen können. Der Anbau bedeute ein Risiko für die damit arbeitenden Landwirte sowie für die biologische Vielfalt. Drei der Soja-Pflanzen sind durch die gentechnische Veränderung resistent gegen Herbizide gemacht. Christoph Then von dem Verein Testbiotech weist darauf hin, dass die Anwendung einiger dieser Spritzmittel in Deutschland bereits verboten ist bzw. bald verboten wird.
Im Vorfeld der Demonstration am Samstag lief das erste Mal der Dokumentar-Film „Raising Resistance“ im Kino. Er zeigt eindrucksvoll, wie Kleinbauern in Paraguay gegen den Anbau von Gentech-Soja kämpfen, der ihre Lebensgrundlage zerstört.





