Willkommen bei "Save Our Seeds"
"Save Our Seeds" ist eine europaweite Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Über 300.000 Bürgerinnen und Bürger und rund 300 Organisationen mit mehr als 25 Millionen Mitgliedern in ganz Europa fordern in einer gemeinsamen
Petition ein verbindliches Reinheitsgebot für konventionelles und biologisches Saatgut.
Darüber hinaus koordiniert Save Our Seeds viele weitere
Projekte rund um die Auseinandersetzung mit Gentechnik, nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssouveränität.
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Aktuelles
Hochwasserhilfe für Bio Betriebe

Bio-Verbände, Zukunftsstiftung Landwirtschaft und GLS Bank rufen zu Spenden auf.
„Land unter“… eine Redensweise, die für zahlreiche Bio-Betriebe in Brandenburg, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zur bitteren Realität geworden ist. Während die Hochwasserpegel vielerorts sinken, treten zugleich teils massive Schäden auf Feldern, Gewächshäusern und Hofgebäuden zu Tage. Nach aktuellen Meldungen, sind bislang schon mindestens 80 Bio-Betriebe von Hochwasserschäden betroffen. Für manche der Betriebe sind diese existenzbedrohend!
Helfen Sie mit – Spenden Sie für die Existenzsicherung von betroffenen Bio-Höfen!
Einladung zur Veranstaltung
Die Reformen der Saatgutgesetzgebung in Afrika und der Europäischen Union
Sowohl in der EU als auch in Afrika stehen derzeit schwerwiegende Veränderungen der Saatgutgesetzgebung auf der politischen Tagesordnung. Die EU-Kommission hat soeben den Entwurf einer neuen Verordnung zur Zulassung von Saatgut und zur Pflanzengesundheit vorgelegt. In Afrika wird zurzeit auf verschiedenen Ebenen versucht, die unterschiedlichen Saatgutgesetzgebungen zu harmonisieren. Was steht auf dem Spiel für die Produzentinnen und Züchterinnen, wie können sich die Reformen auf die Hungerproblematik auswirken, wie steht es mit dem Austausch von Züchtungserfahrungen aus Afrika und Europa und wie agiert Zivilgesellschaft in beiden Fällen?
Dazu diskutieren und berichten am 24.06.2013 von 10 bis 12 Uhr in den Räumen des Forums Umwelt und Entwicklung, Marienstraße 19-20, Berlin, Konferenzraum 1. Stock Benedikt Haerlin (Save Our Seeds), Mariam Mayet (African Center for Biosafety, Südafrika) und Stig Tanzmann (Brot für die Welt).
Wir möchten Sie herzlich einladen dabei zu sein!
Aufstand gegen EU-Saatgut-Verordnung

Am 6. Mai legte die EU-Kommission den
Entwurf einer Verordnung zur Neuregelung des Saatgutrechtes vor, die künftig 12 EU-Richtlinien und deren Umsetzung in 27 nationalen Saatgutgesetzen ersetzen soll. Alte und lokale Obst-, Getreide- und Gemüsesorten, vor allem aber die Fortentwicklung der Vielfalt auf dem Acker stehen auf dem Spiel. Der freie Tausch von Saatgut könnte weiter erschwert werden, industrielle Sorten würden noch alternativloser, so die Befürchtung von Save Our Seeds und über 210.000 Freundinnen und Freunden der Vielfalt auf dem Acker und im Garten, die unsere
gemeinsame Aktion mit campact unterstützten und damit erste Erfolge erzielten.
Weitere Informationen
Europäisches Patent auf „red hot chili peppers“
Konzern Syngenta beansprucht Wachstum und Ernte von Pflanzen als Erfindung
München, 9.5. 2013. Das Europäische Patentamt (EPA) hat es wieder getan: Gestern wurde ein Patent auf Chili-Pflanzen aus konventioneller Züchtung erteilt (EP2140023). Im Patent werden die Pflanzen, das Saatgut und die Früchte beansprucht, sogar das Wachsen und das Ernten der Pflanze gelten als Erfindung. Das Patent wurde erteilt, obwohl jüngst zwei Millionen Menschen per Unterschrift gegen Patente auf konventionelle Züchtung protestierten und das Europäische Parlament und der Deutsche Bundestag sich für einen Stopp derartiger Patente ausgesprochen haben. Präzedenzfälle, die Patente auf Tomaten und Brokkoli betreffen, sind beim EPA seit mehr als fünf Jahren anhängig und immer noch nicht entschieden. Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut! und weitere Organisationen fordern die Mitgliedsländer des EPA auf, jetzt politische Initiativen zu starten, um diese Patente zu stoppen.
No Patents on Seeds: Pressemitteilung zum Patent auf Chili (09.05.13)
Gemeinsamer Brief an Bundesregierung und Bundestag (14.05.2013)
Aktuelle Nachrichten
13.06.2013
Glyphosat in Urin und Getreideprodukten entdeckt
Glyphosat-Expertenkommission bei der Arbeit.
Eine Studie des BUND und Friends of the Earth wies im Urin von Großstädtern aus 18 europäischen Staaten das Herbizid Glyphosat nach. Bei 70 Prozent aller Proben in Deutschland konnte das Mittel, welches unter Verdacht steht das Erbgut zu schädigen und Krankheiten wie Krebs auszulösen, im Urin festgestellt werden. Den Wirkstoff Glyphosat ließ sich bereits in den 70er Jahren der US-Agrarmulti Monsanto patentieren und brachte ihn in Form des Spritzmittels „Roundup“ auf den Markt; heute ist es das meistverkaufte Pflanzengift weltweit und wird auf Äckern, Bahndämmen, Autobahnrandstreifen und in Privatgärten benutzt. Für Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim BUND, hat sich der Verdacht bestätigt, „dass die Bevölkerung in Europa zu weiten Teilen mit Glyphosat belastet ist“. Woher die Rückstände im Einzelnen stammen, muss noch genauer untersucht werden. Das Verbrauchermagazin „ÖKO-TEST“ ließ aktuell Mehl, Haferflocken und Backwaren auf das Pestizid untersuchen und wurde in 14 von 20 Proben fündig. Vor allem waren acht der zehn untersuchten Brötchen belastet, wodurch bewiesen wurde, dass Glyphosat auch Backtemperaturen übersteht.
Aktuelle Tipps
Ausstellung: Exploratio Latentis Incertitudinem

Die Künstlerin Julia Herfurth hat es satt und schaut ganz genau hin. In ihren Radierungen und Fotografien beschäftigt sie sich mit gentechnisch verändertem Saatgut. Besonders fasziniert sie die Unsichtbarkeit der stattfindenden Prozesse in der Pflanzengentechnik und ihrer Verbreitung. Mit ihren Werken kritisiert sie Patentierung, Lobbyismus und das globale Machtspiel um Grundnahrungsmittel. Die Ausstellung „Exploratio Letntis Incertitudinem“ ist vom 12. bis zum 19. Juli in der „Berlin_Theke“ in der Oranienburger Straße zu bestaunen.
Film: Seeds of freedom

Der neue Film „Seeds of Freedom“, herausgebracht von der Gaia Stiftung und dem „African Biodiversity Network“ (ABN), demonstriert die Veränderungen die die globale Landwirtschaft seit Jahrzehnten durchlebt und die Erfahrungen von Landwirten weltweit mit GVOs. Der Film zeigt die inspirierende Vielfalt und das Wissen welches in der Hand lokaler Gemeinschaften liegt und welches uns helfen wird die vor uns liegenden Herausforderungen zu überkommen. Erzähler des Films ist der Schauspieler Jeremy Irons. Indigene Völker des ABN sowie unter anderem Vandana Shiva, Percy Schmeiser, Henk Hobbelink und Kumi Naido kommen in dem 30 minütigen Film zu Wort. Weitere Informationen finden sie
hier.
Der Film kann auch auf
Youtube gesehen werden. Für eine CD Ausgabe kontaktieren Sie bitte:
helen (at) gaianet.org





ÖKO-TEST: Glyphosat im Urin und in Getreideprodukten
BUND-Studie

