Infomaterial bestellen

Helfen Sie uns, den SOS-Flyer zu verbreiten! Bestellen Sie gedruckte Exemplare per  e-mail. oder laden Sie ihn als PDF herunter.

Willkommen bei "Save Our Seeds"

Informieren Sie sich hier über die Organisation "Save Our Seeds":

Kleine Geschichte von Save Our Seeds

„Save Our Seeds“  (SOS) wurde 2002 als Berliner Büro der Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der GLS Treuhand e.V. ins Leben gerufen.  Die Initiative ist zugleich eine europäische Kampagne zur Reinhaltung des Saatgutes von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und zur Verteidigung gentechnikfreier  Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. 

Sogenannte Grenzwerte für "zufällige und technisch unvermeidbare" Verunreinigungen von Saatgut mit GVO bedrohen die konventionelle wie die biologische Landwirtschaft. Kennzeichnungs-Grenzwerte zwischen 0,3 % und 0,7%, die die EU-Kommission zunächst vorschlug und die Industrie weiterhin fordert, würden der gentechnikfreien Landwirtschaft die Grundlage entziehen und zur schleichenden Verunreinigung des gesamten Saatgutes und damit unserer Lebensmittel führen. In dieser Frage ist Save Our Seeds das „Kompetenz-Zentrum“ der Gentechnik-kritischen zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Europa, und Ansprechpartner für Politiker, Unternehmen, Regionalregierungen und Medien. Über 300.000 Menschen und mehr als 300 Organisationen mit über 25 Millionen Mitgliedern aus allen EU Staaten sowie Unternehmen und Institutionen unterstützen die gemeinsame Petition von Save Our Seeds für ein Reinheitsgebot und die sogenannte Nulltoleranz beim Saatgut. Auch immer mehr Regierungen und europäische Institutionen haben sich diese Forderung mittlerweile zu Eigen gemacht. Mit politischen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen kämpft Save Our Seeds für ein konsequentes Reinheitsgebot beim Saatgut. Mit Erfolg: Bis heute ist es gelungen, die Verabschiedung von Grenzwerten auf europäischer Ebene zu verhindern und zugleich  das öffentliche Bewusstsein für die Problematik zu schärfen.

Arbeitsweise und Projekte

Aus diesem Kernanliegen ergaben sich im Laufe der letzten Jahre zahlreiche weitere Aktivitäten zu den Themen Agro-Gentechnik, Saatgut, nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssouveränität. Save Our Seeds organisiert die jährliche Konferenz der  Gentechnikfreien Regionen Europas, die Herausgabe des Informationsdienst Gentechnik, die Aktion Bantam-Mais, ist aktiv in der Lobbyarbeit und bei der Vernetzung von Aktivitäten, v.a. auf EU-Ebene.

Seit 2009 arbeitet SOS zudem daran, den Weltagrarbericht von UNO und Weltbank, in dessen Aufsichtsrat Benedikt Haerlin (Leiter von SOS) seit 2003 mitgearbeitet hatte, bekannt zu machen. Diese Arbeit mündete 2011 in die Kampagne Meine Landwirtschaft zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union und deren europaweitem Pendant, der Agricultural and Rural Convention 2020, Arc2020. Im Rahmen des Projekts 2000m² testet SOS auf dem sogenannten "Weltacker" außerdem, wie die 2000 Quadratmeter Ackerfläche, die jedem Menschen zustehen, bepflanzt werden könnten.

Das Berliner Büro der Zukunftsstiftung Landwirtschaft vernetzt ohne übertriebenen Selbstdarstellungsdrang mit seinen Kampagnen und Aktionen ein breites Spektrum von Initiativen, Unternehmen, Politikern, Wissenschaftlern, Landwirten und engagierten Bürgerinnen und Bürger. All seine Aktivitäten werden von einer großen Zahl von Organisationen in unterschiedlicher Zusammensetzung unterstützt und getragen. In dieser Vernetzungsarbeit „aus der zweiten Reihe“ sieht es seinen spezifischen Beitrag zur Förderung ökologisch, kulturell und wirtschaftlich wegweisender landwirtschaftlicher Produktion und veränderndem Konsum und Genuss von Lebensmitteln. SOS will damit die Saat für fruchtbare Debatten und die Entwicklung einer Landwirtschaft der Zukunft legen.

Ziele

Die mittel- und langfristigen Ziele, an denen SOS arbeitet, sind

1. Reinhaltung des konventionellen und biologischen Saatgutes von Verunreinigungen mit gentechnisch  veränderten Organismen.

2. Erhalt gentechnikfreier Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, insbesondere für den biologischen Landbau.

3. Förderung, Erhalt und Weiterentwicklung der Sortenvielfalt samenfester (nicht hybrider) Kulturpflanzen, ihres freien Austausches und ihrer öffentlichen Verfügbarkeit sowie der gemeinschaftlichen Entwicklung von ökologisch angepasstem Saatgut.

4. Schärfung des Bewusstseins für die überlebenswichtigen, globalen Zukunftsaufgaben der Landwirtschaft, die sich an ökologischer Notwendigkeit, Gerechtigkeit und Gemeinschaft orientieren müssen, sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei Wissenschaft, Politik, Produktion und Verbrauch.

5. Unterstützung eines Paradigmenwechsels weg vom herkömmlichen Produktivismus hin zur ökologischen und sozialen Suffizienz (genug statt mehr).

6. Reform der EU-Agrarpolitik für eine ökologische, faire und bäuerliche Landwirtschaft.

7. Unterstützung und Fortentwicklung des Kreislaufkonzeptes der ökologischen Landwirtschaft als Leitmodell zukünftiger Landwirtschaft.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern!

Social Media

„Gift-Soja“ stoppen!

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!

Alte und Neue Gentechnik im Vergleich