
Letzte Chance: Gentechnik-Deregulierung verhindern!
Update 13. Januar 2026
Gentechnik in meinem Essen, in meinem Garten, auf meinem Acker? Strenge EU-Gentechnik-Regeln stellen bisher sicher, dass alle gentechnisch veränderten Organismen auf Risiken geprüft, gekennzeichnet und rückverfolgbar sind. Darauf können sich Verbraucher:innen, Landwirt:innen und Züchter:innen bisher verlassen und selbst entscheiden, was sie essen und anbauen wollen.
Dieses Recht auf Transparenz und Wahlfreiheit ist in Gefahr. Die EU plant eine massive Aufweichung des Gentechnikrechts. Die meisten Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT), wie etwa der “Genschere” CRISPR/Cas, sollen künftig ohne Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit und ohne vorherige Risikoprüfung vermarktet werden.
EU-Parlament, Ministerrat und Kommission haben sich im Dezember 2025 auf eine solche Aushöhlung des EU-Gentechnikrechts geeinigt. Die EU-Mitgliedstaaten haben diese Einigung noch vor Weihnachten informell abgesegnet.
Das letzte Wort hat jedoch das EU-Parlament. Wird es dieser weitreichenden Deregulierung zustimmen? Noch 2024 hatten die Abgeordneten die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit aller Gentechnikprodukte gefordert. Patentiertes Saatgut sollte grundsätzlich verboten werden.
Save Our Seeds fordert die Politiker:innen im EU-Parlament dazu auf, den gentechnikfreien Anbau und die Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmitteln zu sichern und sich für den Schutz ökologischer Pflanzenzüchtung einzusetzen. Patente auf Saatgut lehnen wir ab.
Jetzt aktiv werden!
Die EU-Abgeordneten dürfen der Einigung vom Dezember nicht zustimmen, ohne sie grundlegend zu verbessern. Bitte nutzen Sie unser Email-Tool, um diese Forderung direkt an die Abgeordneten des EU-Parlaments zu richten!
Das Tool bleibt bis zur Plenarabstimmung im Frühjahr aktiv. Die Emails sind vorformuliert – Sie wählen nur das Land und die Abgeordneten aus und versenden Ihre Nachricht.
Titelbild von Mira Nograsek / Global 2000