Gentechnik-Deregulierung ist jetzt Gesetz – aber unser Kampf ist noch nicht vorbei

Gen­tech­nik in mei­nem Essen, in mei­nem Gar­ten, auf mei­nem Acker? Stren­ge EU-Gen­tech­nik-Regeln stel­len bis­her sicher, dass alle gen­tech­nisch ver­än­der­ten Orga­nis­men (GVOs) auf Risi­ken geprüft, gekenn­zeich­net und rück­ver­folg­bar sind. Dar­auf kön­nen sich Verbraucher:innen, Landwirt:innen und Züchter:innen bis­her ver­las­sen und selbst ent­schei­den, was sie essen und anbau­en wol­len. 

Die­ses Recht auf Trans­pa­renz und Wahl­frei­heit wur­de nun erheb­lich geschwächt. Am 17. Juni 2026 hat das Euro­päi­sche Par­la­ment für eine mas­si­ve Auf­wei­chung des Gen­tech­nik­rechts gestimmt. Die meis­ten Pflan­zen aus neu­en gen­tech­ni­schen Ver­fah­ren (NGT), wie etwa der “Gen­sche­re” CRISPR/Cas, kön­nen daher künf­tig ohne Kenn­zeich­nung und Rück­ver­folg­bar­keit und ohne vor­he­ri­ge Risi­ko­prü­fung ver­mark­tet wer­den. Das neue Gesetz gilt ab dem 17. Juli 2028.

Dank Ihrer Unter­stüt­zung konn­ten 211.738 E‑Mails an die Abge­ord­ne­ten des Euro­päi­schen Par­la­ments gesen­det wer­den. Dar­in wur­den die Par­la­men­ta­ri­er auf­ge­for­dert, den gen­tech­nik­frei­en Anbau und die Kenn­zeich­nung von Gen­tech­nik-Lebens­mit­teln zu sichern sowie Paten­te auf Saat­gut abzu­leh­nen. Unser E‑Mail-Tool für die­se Kam­pa­gne ist nun geschlos­sen.

Lesen Sie mehr über die Abstim­mung und unse­re Reak­ti­on: Gen­tech­nik-Dere­gu­lie­rung: Euro­päi­sches Par­la­ment ver­ab­schie­det neu­es Gesetz und Ein trau­ri­ger Tag für Demo­kra­tie und Wis­sen­schaft.

Titel­bild von Mira Nogra­sek / Glo­bal 2000

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