News

04.09.2014 |

Albert Fink erhält Karl-Werner-Kieffer-Preis 2014

Albert Fink Albert Fink

Albert Fink, Mitbegründer der GLS Bank sowie der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und des Saatgutfonds und langjähriger Vorstand der GLS Treuhand, wird mit dem Karl-Werner-Kieffer-Preis 2014 geehrt. Die Stiftung Ökologie und Landbau verleiht den mit 10.000 € dotierten Preis seit 1996 zum Gedächtnis an ihren Gründer, Karl Werner Kieffer (1912 - 1995). Es werden damit Leistungen ausgezeichnet, die dem Schutz unserer Umwelt und der Förderung des Ökolandbaus dienen. Die Preisverleihung wird am 29. November 2014 im historischen Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße stattfinden.

05.08.2014 |

Umweltschutz-Studie: Das können wir besser!

Folgen der intensiven Landwirtschaft: Monokultur Folgen der intensiven Landwirtschaft: Monokultur

Eine vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene, umfangreiche Studie macht deutlich: Um die negativen Auswirkungen der Landwirtschaft in den Griff zu bekommen, müssen die bestehenden Instrumente und Regelungen noch viel effektiver gestaltet werden. „Keines der Umweltziele ist gegenwärtig in Deutschland vollständig bzw. flächendeckend erreicht. [...] Gerade im Bereich der Landwirtschaft bestehen die größten Defizite“, so Umweltjurist Dr. Stefan Möckel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, welches die Studie durchgeführt hat. Während im Gewässerschutzrecht und im Luftreinhalterecht die Umweltziele relativ hoch sind, fehle es im Natur- und Bodenschutzrecht an genügend konkreten Bestrebungen. Doch diese sind wichtig, denn die Intensivierung der Landwirtschaft hält an, die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich bearbeitet. Um effiziente Umweltpolitik zu betreiben und die Landwirtschaft an ihren Umweltkosten zu beteiligen, gibt die Studie einige Lösungsansätze. So werden beispielsweise einheitliche Standards für alle Dünge- und Pflanzenschutzmittel, eine Vereinheitlichung des Schutzes von Dauergrünland und die Anhebung der Anforderungen zum Atmosphärenschutz nahegelegt.

25.06.2014 |

Studien: Pestizide sind starke Bedrohung für Mensch und Tier

Pestizide werden weltweit in hohem Maße eingesetzt Pestizide werden weltweit in hohem Maße eingesetzt

In den letzten Tagen sind gleich zwei Studien erschienen, welche die schädlichen Auswirkungen von Pflanzenschutzmittel in der konventionellen Landwirtschaft aufzeigen. 29 unabhängige Forscher haben mehr als 800 Einzelstudien zum Thema Pestizide, insbesondere Neonicotinoide und Fipronil, ausgewertet. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Chemikalien sind nicht nur für das dramatische Bienensterben verantwortlich, wie bereits bekannt. Zusätzlich schaden sie Bestäubern wie Schmetterlingen und Tieren, beispielsweise Vögeln sowie Regenwürmern in erheblichem Maße. „Die Forschungsergebnisse sind aufs Schwerste beunruhigend“, so der Vorsitzende Maarten Bijleveld van Lexmond. Die weltweit sehr beliebten, häufig eingesetzten Pestizide sollten sofort verboten werden, da sie auf die Lebewesen unmittelbar tödlich oder chronisch schädigend wirken, so die Forscher. Eine zweite Studie macht deutlich, dass die Pflanzengifte auch auf den menschlichen Organismus negative Auswirkungen haben. Schwangere Frauen, die in der Nachbarschaft von mit Pestiziden behandelten Feldern leben, haben ein um zwei Drittel erhöhtes Risiko autistische oder kognitiv eingeschränkte Kinder zu bekommen. Die US-Forscher verglichen die Wohnorte von rund tausend Mütter autistischer Kinder in Kalifornien mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vor Ort.

06.06.2014 |

Studie: EU-Agrarreform schadet Artenvielfalt

Einfalt anstelle der versprochenen Vielfalt! Einfalt anstelle der versprochenen Vielfalt!

Von den ambitionierten Zielen im Bereich des Umweltschutzes bei der EU-Agrarreform bleibt nicht viel übrig. Der von vielen EU-Politikern propagierte grüne Effekt existiere nicht, machen Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig in einer neuen Studie deutlich. Das Greening-Konzept sah ursprünglich beispielsweise vor, zehn Prozent der gesamten Äcker als ökologische Vorrangfläche zum Arten- und Umweltschutz zu erhalten. „Im Laufe der Verhandlungen wurde dieses Ziel jedoch zunehmend verwässert“, so Mitautor Klaus Henle vom UFZ. Durch etliche Ausnahmeregelungen wurde das Greening so zum Greenwashing. Durch diese Entscheidungen entsteht der Verlust wertvoller Kulturlandschaften, die Intensivierung in der Landwirtschaft schränkt die Artenvielfalt so nur noch stärker ein. Anstelle dessen schlagen die Autoren vor, kleine, nachhaltig wirtschaftende Bauernhöfe zu fördern und Landwirte im Bereich alternativer Arbeitsweisen zu schulen. Noch bestehe die Möglichkeit, Nachbesserungen der Reform durchzusetzen, so die Forscher.

22.05.2014 |

EU-Agrarreform: Ökologisierung gescheitert

Ursprünglich sollte Artenvielfalt und Naturschutz gefödert werden Ursprünglich sollte Artenvielfalt und Naturschutz gefödert werden

Der Deutsche Bundestag berät heute abschließend das Direktzahlungen-Durchführungsgesetz, das einen wichtigen Baustein bei der nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform bildet. Im Gesetz werden u.a. die sogenannten „Greening-Auflagen“ festgelegt. Diese müssen alle landwirtschaftlichen Betriebe erfüllen, um Direktzahlungen zukünftig in voller Höhe zu erhalten. „Bisher war geplant, 30 Prozent der 5 Milliarden Euro Steuergelder, die die deutschen Landwirte jährlich an Direktzahlungen erhalten, an zentrale gesellschaftliche Ziele zu koppeln: Trinkwasserschutz, Bodenschutz und Erhalt der Artenvielfalt. Daraus wird nun nichts“, so Jan Plagge, Vorstand des BÖLW.
„Die Einigung der Koalitionsfraktionen bei den Greening-Auflagen bringt keine positiven Effekte für die Umwelt und die Artenvielfalt. Damit wird das zentrale Ziel der Europäischen Agrarreform bei der Umsetzung in Deutschland verfehlt. Statt Arten- und Gewässerschutz Vorfahrt zu gewähren, kann zukünftig weiter intensiv und mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen gewirtschaftet werden“, so Plagge und gibt zu bedenken: „Dies entspricht weder den Erwartungen der Europäischen Steuerzahler noch den Empfehlungen der Wissenschaftler aus den bundeseigenen Forschungseinrichtungen. Die jetzige Umsetzung der Europäischen Agrarreform in Deutschland wird die Legitimation der Finanzhilfen für alle Landwirte weiter schwächen.“

03.05.2014 |

Der Aufstand der Satten

Mathias Greffrath Mathias Greffrath

Das Nachdenken über 'unser täglich Brot' hat die Esstische und die Kinder der Mittelschicht erreicht. Aber die Politik verzagt vor der Aufgabe einer wirklichen Ernährungs- und Agrarwende. Dabei ist der 'Aufstand der Satten' ähnlich explosiv wie die Anti-Atomkraft-Bewegung, meint Mathias Greffrath in seiner Epistel zum 1.Mai - zum Nachlesen oder Anhören empfohlen.

02.05.2014 |

Nationales Gentechnik-Verbot im Hinterzimmer verhandelt

Genmais: Wächst er bald oder nicht? Genmais: Wächst er bald oder nicht?

Am heutigen Freitag verhandeln die EU-Mitgliedsstaaten über die Möglichkeit nationaler Anbauverbote. Erste Entscheidungen dazu können bereits am 7. Mai fallen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert dazu, dass die Verhandlungen geheim ablaufen und dass die Bundesregierung nach wie vor keine klare Meinung zu dem Thema hat.
„Es ist inakzeptabel, wenn fundamentale Fragen zur Sicherung der Gentechnik-Freiheit der EU-Mitgliedsstaaten von Beamten im Hinterzimmer verhandelt werden. Wir zählen deshalb darauf, dass die Bundesregierung verhindert, dass EU-Kommission und -Rat hektisch und in intransparenter Art und Weise den aktuell unzureichenden Vorschlag durchboxen“, so der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein.
Damit die Bundesregierung ihrer Verantwortung gerecht wird, müssten die Bundestagsfraktionen nun Druck aufbauen, rät der Biolandwirt. Die Initiative für einen interfraktionellen Antrag einiger Bundestagsabgeordneter sei zwar ein gutes Zeichen, genüge jedoch nicht. Löwenstein: „Gerade die Abgeordneten der Regierungsparteien müssen sich dafür stark machen, dass die Versprechen des Koalitionsvertrages eingehalten werden. Darin steht, dass die Bundesregierung die Bedenken der Menschen gegenüber der Gentechnik ernst nimmt.

30.04.2014 |

EU-Agrarsubventionen: Viel für die Großen, wenig für die Kleinen

Viele Bündel gehen an Großkonzerne und Ministerien Viele Bündel gehen an Großkonzerne und Ministerien

Still und heimlich hat das Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlicht, wer im Jahr 2013 landwirtschaftliche Subventionen, die einen internationale Wettbewerbsfähigkeit garantieren sollen, bekommen hat. Dabei ist erstaunlich, welche Betriebe teils sehr hohe Förderungen erhalten, während die Kleinbauern häufig auf der Strecke bleiben. Den größten Anteil der Fördergelder erhalten staatliche Institutionen, wie beispielsweise die Landwirtschaftsministerien der Bundesländer. Millionenbeträge kommen zudem Großbetrieben wie Südzucker zugute. Auch die Chemiekonzerne BASF und BAYER erhalten sechsstellige Beträge für die Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln und Gentechnik, 10.000 Euro gibt es für ein Waffentestfeld vom Panzerbauer Rheinmetall. Die Kleinbauern kommen dabei zu kurz, denn zwei Prozent der Betriebe bekamen 30 Prozent der Gesamtsumme. Den Kleinbetrieben blieb dabei meist weniger als 20.000 Euro. Reinhild Benning (BUND) kritisiert, dass einzelne Großbetriebe an so viel Geld kommen, während kleinere Landwirte nur einen Bruchteil der Beträge erhalten, die Subventionen sieht sie als 'eine Art Hartz IV für Bauern'.

11.04.2014 |

Bundesrat gegen Chemie auf Öko-Vorrangflächen

Vorrangflächen sollen Naturschutz fördern Vorrangflächen sollen Naturschutz fördern

Der Bundesrat hat heute dafür gestimmt, auf den ökologischen Vorrangflächen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und keine Mineraldünger einzusetzen. Diese ökologischen Vorrangflächen müssen ab dem Jahr 2015 von landwirtschaftlichen Betrieben, die mehr als 15 Hektar Acker bewirtschaften, ausgewiesen werden, was etwa fünf Prozent der Betriebsackerflächen bedeutet. Die Einführung dieser ökologischen Vorrangflächen ist Bestandteil des „Greenings“ im Rahmen der neuen EU-Agrarpolitik, die im Januar 2015 EU-weit in Kraft tritt. Die nationale Umsetzung der Agrarpolitik ist den Mitgliedsstaaten weitgehend selbst überlassen, der Gesetzesentwurf der Bundesregierung dazu stand heute erstmals auf der Tagesordnung. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßte die Entscheidung des Bundesrates. Der Beschluss sei ein wichtiger Schritt zu einer ökologisch wirksamen Greening-Umsetzung.

01.04.2014 |

Agrarminister Schmidt: „Ich bin kein Ideologe“

Christian Schmidt (Foto: Bundesregierung / Kugler) Christian Schmidt (Foto: Bundesregierung / Kugler)

Gegenüber dem Tagesspiegel hat der neue Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt seiner Landwirtschaftspolitik eine klare Richtung gegeben. Grundlegend machte er deutlich, dass er sich unvoreingenommen und ohne ideologischen Hintergrund den anstehenden Themen widmen möchte. Dazu zählt unter anderem der Streit um die Zulassung des Genmaises 1507 und das Freihandelsabkommen mit den USA, bei welchem er sich mit Nachdruck gegen eine Aufweichung der Standards ausspricht. Gerne würde Schmidt zudem die deutsche Ökolandwirtschaft vorantreiben und ausbauen, was aus seiner Sicht durch viele bürokratischen Hürden unnötig erschwert wird. Auf der anderen Seite bezeichnete er die intensive Landwirtschaft jedoch als „unabdingbar“. In diesem Bereich will er sich allerdings für eine artgerechtere Viehhaltung einsetzen, die neue Tierwohlinitiative hat Priorität. Auch die massenhafte Tötung männlicher Küken soll beendet werden. Der Franke setzt auf neuartige Technik aus Israel, die schon im Ei das Geschlecht des Embryos erkennen kann und die Aussortierung nach dem Schlüpfen unnötig macht.

Go to page: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 ...

Support Us

Social Media

Our Projects