News

27.01.2015 |

Gentech-Risiko-Forschung "fehlt jede Basis"

Labor Mikroskop Foto: dlsee / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0

Im Bundeslandwirtschaftsministerium fand gestern eine Anhörung zur „Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik“ statt. Gefragt wurde: Genügen die Forschungskapazitäten in Deutschland, wohin soll geforscht werden und wie müssen die Rahmenbedingungen aussehen? Die Antwort von Imker-, Lebensmittel- und Umweltverbände (u.a. auch Save Our Seeds): es braucht „erhebliche“ Verbesserungen, höhere Standards und mehr Transparenz. Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk kritisiert, der Gentech-Risiko-Forschung fehle jede Basis. "Die Gentech-Firmen bestimmen selbst darüber, wer mit ihren Pflanzen forscht - und wer nicht.“

22.01.2015 |

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau würdigt biodynamische Gemüsezüchtung: Sorten sollen Kulturgut bleiben!

Die Preisträger Die Preisträger

Rund 30 Biodynamische Gemüsezüchter und deren Aktivitäten von A wie Aubergine bis Z wie Zwiebel sind unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins Kultursaat organisiert. Zusammen mit der Bingenheimer Saatgut wurden die Züchter am 22. Januar mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau des BMEL ausgezeichnet. Getreu dem Motto „Sorten sollen Kulturgut bleiben!“ gestalten die Züchtungsbetriebe seit über zwanzig Jahren gemeinsam Alternativen gegen den Verlust von Biodiversität im Gemüsebau und die Monopolisierung auf dem Saatgutmarkt. Petra Boie, Vorstand der Bingenheimer Saatgut AG ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Züchtung bis Konsumenten besonders wichtig: „Die Mehrheit der Menschen will keine Gentechnik. Wir sind überzeugt, dass die ganze Wertschöpfungsgemeinschaft an der Züchtungsfrage interessiert ist.“

20.01.2015 |

50 000 Menschen gegen Tierfabriken, Gentechnik und TTIP

Demo Auftaktkundgebung zur Demo (Foto: Die Auslöser/Flickr)

Am vergangenen Samstag gingen in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50 000 DemonstrantInnen an.
Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.

15.01.2015 |

Brüssel erteilt Gentech-Kennzeichnung per Strichcode Absage

QR Smartphone Bild: pixabay / gemeinfrei

Der für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissar, Phil Hogan aus Irland, hat sich gegen eine Gentechnik-Kennzeichnung per Strichcode ausgesprochen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte von einem solchen Vorschlag der USA in Gesprächen über das Freihandelsabkommen TTIP berichtet. Washington sei demnach bereit, Gentech-Infos auf dem Produkt anzubieten - aber nur über einen Smartphone-Scanner.

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte Hogan: "Dass man in Zukunft ein gentechnisch verändertes Produkt nur dann erkennt, wenn man den Strichcode auf der Verpackung scannt, wie die Amerikaner das offenbar vorschlagen, entspricht nicht meiner Vorstellung von einer klaren Kennzeichnung und auch nicht den geltenden Regeln. Das ist mit uns nicht zu machen."

13.01.2015 |

Opt-Out wurde vom EU-Parlament besiegelt

EU Parlament Abstimmung Foto: © European Union 2014 - European Parliament (Attribution-NonCommercial-NoDerivs Creative Commons license)

Heute wurden vom EU-Parlament die neuen Regelungen für Gentechnik Anbauverbote beschlossen und das „Opt-Out“ kann nun in ein nationales Recht umgesetzt werden. Als Argumente gegen den Gentechnik Anbau sprechen simple Zahlen. So stiegen zum Beispiel die Gentechnik Saatgutkosten in den USA in den vergangenen 10 Jahren um das Dreifache – und das bei gleich bleibenden Erträgen. Auch die Kosten für Herbizide nahmen in den vergangenen zwei Jahren um 75 % zu, da immer mehr Wildkräuter und Schädlinge eine Resistenz gegen die eingesetzten Herb- und Pestizide entwickeln. Auch der „Schadensbericht Gentechnik“ des BÖLW zeigt: Allein durch Verunreinigungen mit nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen sind in den vergangenen Jahren weltweit deutlich über 5,4 Mrd. US $ an Schäden entstanden. Mit diesem Hintergrund stimmten heute 480 Abgeordnete für den erzielten Kompromiss, 159 votierten dagegen und 58 enthielten sich. Konzerne müssen nun nicht zwingend am Verfahren beteiligt werden, wurden aber auch nicht komplett gestrichen. Abschließend wies Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, aber auch noch einmal darauf hin: „Durch den europäischen Beschluss, nationale Anbauverbote zu ermöglichen, darf nicht unter den Tisch fallen, was das EU-Parlament, der Europäische Rechnungshof und Nichtregierungs-Organisationen seit langem einfordern: eine grundlegende Reform des Europäischen Zulassungsverfahrens. Landwirtschaftsminister Schmidt muss einfordern, dass Kommissionspräsident Juncker nun Wort hält!“

12.01.2015 |

Neuer Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Gentechnik"

Greenpeace Gentechnikratgeber Foto: greenpeace.de

Mit dem neuen Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" will die Umweltschutzorganisation Greenpeace Verbraucher über gentechnisch veränderte Lebensmittel in den deutschen Supermarktketten aufklären. Der Ratgeber ist eine wichtige Informationsquelle für alle Verbraucher, die bewusst auf Gentechnik verzichten wollen. Die Organisation untersuchte 13 große Supermarktketten in Deutschland und deren konventionell erzeugten Eigenmarken, wie es in dem Ratgeber heißt.

10.01.2015 |

Monsanto: Globale Proteste führen zu Gewinneinbußen

Südamerikanischer Bauer mit Mais (Quelle: Mariali Arte) Südamerikanischer Bauer mit Mais (Quelle: Mariali Arte)

Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass Monsanto im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 34% Gewinneinbußen hatte. Die Proteste gegen das gentechnisch veränderte Saatgut Monsantos, waren laut theguardian.com eine Ursache dafür. Zudem kauften weniger südamerikanische Bauern Monsantos Gentech-Mais-Saatgut und auch beim Baumwolle-Saatgut weniger Abnehmer.

09.01.2015 |

EU fördert Gentech-Risiko-Forschung durch Gentech-Industrie

Foto: tlgoa / freeimages Foto: tlgoa / freeimages

GRACE ist ein EU-Projekt, das laut eigenen Angaben die Auswirkungen von Gentechnik auf Gesundheit und Umwelt abschätzen möchte. Christoph Then von Testbiotech prangerte in einem Brief die hohe Einflussnahme der Gentech-Industrie auf das Projekt an. Unerwartet kam die Antwort der EU-Kommission: eine Einflussnahme der Industrie auf das Projekt sei ausdrücklich gewünscht. Eine unabhängige Risikoforschung rückt dadurch in unerreichbare Ferne.

08.01.2015 |

Gentechnik-Verbot in Los Angeles verliert Unterstützung

Urban Gardening in LA (www.flickr.com/photos/crfsproject/6964739276/in/set-72157629528688584/) Urban Gardening in LA (www.flickr.com/photos/crfsproject/6964739276/in/set-72157629528688584/)

Nachdem ein Abstimmung über eine verbindliche Gentech-Kennzeichnung fürLebensmittel in Californien gescheitert ist, gab es eine Initiative, den Gentech-Anbau in Los Angeles zu verbieten. Angesichts der nicht verhandenen Landwirtschaft in der Metropole hat die Entscheidung keine praktische, aber eine starke symbolische Bedeutung. Zunächst genoß die Initiative die Unterstützung des Stadtrats und die ersten Hürden wurden mühelos genommen. Bei der letzten Besprechung lehnten jedoch drei der fünf abstimmenden Städträte das Gentech-Verbot ab. Paul Koretz, der Initiator des Projekts, meinte, einzig die Lobbyarbeit von Konzernen hätte diesen Sinneswandel herbeiführen können.

06.01.2015 |

TTIP: Gentechnik nur über Barcodes gekennzeichnet?

QR Smartphone Bild: pixabay / gemeinfrei

CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, auf EU-Ebene für eine Gentechnik-Kennzeichnung von Tierprodukten einzutreten. Momentan müssen nur gentechnisch veränderte Pflanzen direkt gekennzeichnet werden. Das Handelsabkommen TTIP könnte die Situation jedoch noch verschlechtern: die US-Regierung schlug vor, dass gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe in Zukunft über Barcodes mit Smartphones ausgelesen werden könnten. Eine eindeutig und sofort erkennbare Kennzeichnung wäre die sinnvollere Alternative - das will das "Mutterland der Gentechnik" aber mit allen Kräften verhindern.

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