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28.06.2011 | permalink
Vorschlag zum Gentechnikanbau muss weiter reifen
Maisversuchsanbau (Photo:Volker Gehrmann)
Kaum Bewegung gibt es in der Debatte um die grundsätzliche Ermöglichung nationaler Anbauverbote für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) aus politischen Gründen. Das geht aus einem Sachstandsbericht hervor, den die ungarische EU-Ratspräsidentschaft den EU-Umweltministern vorgelegt hat. Obwohl Fortschritte bei der Klärung bestimmter Fragen erzielt wurden, ist aufgrund grundsätzlicher Bedenken einiger Mitgliedstaaten - einschließlich Deutschlands - keine schnelle Lösung in Sicht.
22.06.2011 | permalink
Brandenburg unterstützt gentechnikfreie Regionen
Brandenburg
"Die meisten Brandenburgerinnen und Brandenburger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Der Anbau solcher Pflanzen birgt unkalkulierbare Gefahren für die Umwelt. Insofern sollten neben der Politik Verbraucher mit ihrem Konsumverhalten ein klares Zeichen setzen", so Staatssekretär Daniel Rühmkorf auf der heutigen Tagung "Bt-Maisanbau in Brandenburg – Stand und Perspektiven" in Berlin.
01.06.2011 | permalink
Grüne Gentechnik: Deutlich weniger Freilandversuche in Deutschland und Europa
Farbenfrohe Landwirtschaft
In Deutschland und Europa werden immer weniger Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt. 2011 gingen in der EU nur noch halb so viele Anträge ein wie 2010. Für Deutschland weist das Standortregister aktuell nur noch 16 Freilandversuche aus, neun weniger als im Vorjahr. In Frankreich und anderen EU-Ländern werden inzwischen keine Versuche mit gv-Pflanzen mehr durchgeführt.
31.05.2011 | permalink
Kleinbäuerliche Tauschmärkte für Pflanzensaatgut gerettet
Gentechnikfreier Kleingarten (Photo: SaveOurSeeds)
Wien - Die beliebten kleinbäuerlichen und privaten Tauschmärkte für Pflanzensaatgut sind bis auf weiteres gerettet, so auch die „Arche Noah“ und ihre Sortenraritäten.
Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ist es nach intensiven Gesprächen mit Saatgutwirtschaft und Kleinsterzeugern gelungen, eine für alle Seiten tragbare Lösung zu erzielen. So gibt es ab sofort eine nationale Ausnahme für Kleinsterzeuger von der EU-Erhaltungssorten-Richtlinie.
17.05.2011 | permalink
Monsanto erhält Patent auf Melone
Honigmelone als Erfindung von Monsanto? (© wrw/PIXELIO)
Der US-Konzern Monsanto hat ein europäisches Patent auf eine konventionell gezüchtete Melone erhalten. Die Melone ist resistent gegenüber einer Viruskrankheit und wurde auf herkömmliche Art und Weise gezüchtet. Melonen mit diesen Eigenschaften wurden ursprünglich in Indien entdeckt. Doch in Europa gilt sie nun als Erfindung von Monsanto. Christoph Then, Sprecher des Bündnisses Kein Patent auf Leben, spricht von einem Missbrauch des Patentrechtes, da eine Patentierung konventioneller Züchtung verboten ist. Das Verbot wurde jedoch umgangen, indem nicht das Verfahren patentiert wurde, sondern die Pflanzen selbst. Problematisch an der Patentierung ist, dass mit dem Saatgut nicht weitergezüchtet werden darf. Das Recht auf die genetische Ressourcen liegt also beim Patentinhaber. Die Initiative Kein Patent auf Leben hat deshalb einen Aufruf gestartet, den bereits 15.000 Menschen unterzeichnet haben. Sie fordern eine Änderung des europäischen Rechts, damit eine Patentierung von Tieren, Pflanzen und daraus gewonnenen Lebensmitteln verhindert wird.
11.05.2011 | permalink
Über hunderttausend Stimmen gegen Gentechnik
Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger lehnt Gentechnik in der Landwirtschaft ab: Campact Plakat-Aktion vor dem Bundestag. (Photo: Campact)
Die BÖLW-Petition gegen die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen in der EU war ein Riesenerfolg. In den letzten sechs Wochen haben über hunderttausend Bürgerinnen und Bürger unterschrieben und es so ermöglicht, dass der Petent, Felix Prinz zu Löwenstein in einer öffentlichen Anhörung vor dem Petitionsausschuss sprechen kann. Jährlich werden ca. 19.000 Petitionen eingereicht. Nur durchschnittlich zwei davon erreichen die Hürde von 50.000 Unterschriften, die für die öffentliche Anhörung nötig sind. Die Verwaltung des Bundestages hatte alle Hände voll zu tun, denn ein Großteil der Unterschriften kamen per Fax, wodurch die Geräte überlastet waren.
So viel Zulauf dürfte die Bundesregierung nicht ignorieren. Löwenstein hofft, sie durch den Erfolg der Petition dazu zu bringen, sich gegen weitere Zulassungen von Gentechnik-Pflanzen zu richten.
04.05.2011 | permalink
Sieben Prozent der Mais-Proben mit Gentechnik verunreinigt
Maispollen können kilometerweit fliegen. (Photo:Simone Knorr)-+-
Dieses Jahr sind in sieben Prozent der 417 Mais-Saatgut-Proben in elf Bundesländern Spuren von Gentechnik gefunden worden. Die Verunreinigungen stiegen in den letzten Jahren an. Laut einer Presseerklärung von Greenpeace und Bioland waren vor drei Jahren nur 2.1 Prozent der Proben mit gentechnisch veränderten Organismen vermischt. Der Mais kann durch Insekten, Pollen oder durch Lagerung und Transport der Ernte verunreinigt werden. Letztes Jahr wurde ein Saatgut-Skandal ausgelöst, weil Behörden die Ergebnisse der Tests nicht rechtzeitig bekannt gaben. Mehrere Landwirte hatte die mit Gentechnik verunreinigte Saat bereits ausgebracht und mussten ihre Pflanzen dann umbrechen. Da die Behörden dieses Jahr die Tests rechtzeitig durchgeführt haben, konnte das Saatgut vor der Aussaat zurückgerufen werden. In Bayern wurden am meisten Verunreinigungen gefunden (7,9%). Greenpeace und Bioland fordern die Beibehaltung der strengen Null-Toleranz für das Saatgut. Die regelmäßige Verschmutzung sei nicht akzeptabel. Im März sprach sich der Bundesrat in einer Abstimmung mehrheitlich gegen die Aufweichung der Saatgutreinheit aus, nachdem es bundesweite Proteste gegeben hatte.
19.04.2011 | permalink
Aktionstage in Brüssel gegen neue Saatgut-Gesetzgebung
Bunter Demonstrationszug durch Brüssel (www.saatgutkampagne.org)
Am Wochenende fanden die ersten Internationalen Aktionstage für Saatgut-Souveränität in Brüssel statt, die von der internationalen Saatgutkampagne "Zukunft säen - Vielfalt ernten" organisiert wurden. Im Rahmen der Aktionstage wurde auch eine Petition mit mehr als 50 000 Unterschriften aus 20 Ländern an das EU Parlament übergeben. Die Petition protestiert gegen geplante Reformen der EU Gesetzgebung, mit denen die Möglichkeiten bäuerliches Saatgut zu tauschen und zu verbreiten europaweit eingeschränkt würden.
Mehr dazu unter: www.saatgutkampagne.org
12.04.2011 | permalink
Gentechnik-Funde in Schleswig-Holstein: Saatgut zurückgerufen
Die Wirkung von Gentech-Mais ist sehr umstritten.(Foto:Infodienst)
Kurz vor der Mais-Anbau-Saison wurde wieder gentechnisch verändertes Maissaatgut in Proben gefunden. Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein teilt heute mit, dass Verunreinigungen in fünf von neun Proben gefunden wurden. Da in Deutschland die Null-Toleranz für Gentechnik im Saatgut gilt, darf es nicht ausgebracht werden und muss aus dem Verkehr gezogen werden. Das Handelsunternehmen kam einer entsprechenden Aufforderung des Ministeriums freiwillig nach. Ende März gab es eine gleiche Meldung aus Niedersachsen. Auch dort tauchten Funde von gentechnisch verändertem Saatgut auf, woraufhin das Saatgut zurückgezogen wurde. Letztes Jahr wurde mit Gentechnik verunreinigtert Mais versehentlich ausgesägt, weil Behörden nicht rechtzeitig über die Funde Auskunft gaben.
Der kommerzielle Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Deutschland verboten. Die BASF-Gentechnik-Kartoffel wird dieses Jahr nur auf zwei Hektar angebaut. Außerdem gibt es einige Versuchs-Freisetzungen von gentechnisch veränderten Kartoffeln, Sommerweizen sowie Zuckerrüben. Informationen zu den Freisetzungs-Anmeldungen gibt es im Standortregister.
25.03.2011 | permalink
Zwergenaufstand gegen Gentechnik: Bantam’s samenfeste Vielfalt
Bantam"s bunte, samenfeste Vielfalt.
Pünktlich zum Frühlingsanfang startet auch dieses Jahr die Aktion Bantam von Save Our Seeds. Golden Bantam, ein samenfester Mais setzt ein praktisches und lebendiges Zeichen gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Wo Bantam steht, wächst keine Gentechnik. Seit 2006 ist die Anzahl der Bantamesen, also Menschen, die Bantam in ihren Gärten oder ihren Balkonen pflanzen, auf 60.000 gestiegen. Seit zwei Jahren wächst auch das Sortiment. Der Lein „Blaues Wunder“ wurde letztes Jahr dazugenommen, eine Reaktion auf gentechnisch verunreinigten Leinsamen in Brot und Müsli, der in 36 Ländern entdeckt wurde. Zurückzuführen war die Gentechnik-Verunreinigung auf eine Sorte namens Triffid, die nirgends auf der Welt eine Zulassung besitzt. Dieses Jahr wächst das Sortiment um Kohlrabi-, Zucchini- und Sonnenblumensamen – samenfest und garantiert ohne Gentechnik. Denn samenfeste Sorten sind die Grundlage für eine weltweite Ernährungssouveränität.

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Kein Patent auf Leben: Melonen als Erfindung von Monsanto
saveourseeds.org: Saatgut-Skandal 2010
