Tödliche Ernte

Wussten Sie, dass Tiere viermal so viele Pharmazeutika zu sich nehmen wie Menschen? Und dass die Landwirtschaft mehr Staats-Milliarden kassiert als marode Banken? Ein Kartell aus Großmästern, Futtermittel-, Gentechnik- und Lebensmittel-Multis hat ein System des Überflusses geschaffen. Es kassiert Steuergelder für Lebensmittel, die dann im großen Stil weggeworfen werden.
Dieses Buch zeigt das skrupellose Streben nach Macht und Profit, enthüllt die mafiösen Strukturen einer Branche und nennt die Verantwortlichen. Der Autor seziert den Filz beim Bauernverband und den Zulieferern, bei vermeintlichen Verbraucherschutzbehörden und angeblich unabhängigen Forschern und Instituten. Ein erschreckender Blick hinter die Kulissen einer Branche, die mächtiger ist als die Politik.
Mozart und die List der Hirse. Natur neu denken

Pflanzen führen ein aktives Sozialleben. Sie haben Freunde und Feinde, sind liebevoll zu den Nächsten, bilden Allianzen, betreiben Vetternwirtschaft, sind futterneidisch, machen einander das Wasser streitig und verhalten sich abwehrend gegenüber Fremden. Unter dem Boden bilden sie umfangreiche Beziehungsnetze aus Wurzeln und Pilzen, über die sie Nährstoffe und Informationen austauschen. Weinreben reagieren auf gewisse Schallwellen, Mozart- Klänge zum Beispiel. Auch die Beziehungsnetze von Tieren sind viel komplexer, viel differenzierter, als wir bislang dachten. Das zeigen Entdeckungen an ungewohnten Orten, wie bei Zebuherden im westafrikanischen Niger, in Schweizer Schlachthöfen oder bei Berggorillas in Ruanda und im Basler Zoo.
In ihrem neuen Buch „Mozart und die List der Hirse. Natur neu denken“ studiert die Autorin Florianne Koechlin, eine Schweizer Biologin und Chemikerin die sich insbesondere mit den Themen Gentechnik, Epigenetik, Pflanzenkommunikation und den ethischen Implikationen der modernen Biologie auseinander setzt, das aktive Sozialleben von Pflanzen. In ihrem Buch untersucht sie was diese Abhängigkeit konkret für die Landwirtschaft und für unsere ökologischen Herausforderungen wie Klimaextreme, endliche Ressourcen, erodierte Böden und wachsende Bevölkerungszahlen bedeutet.
Der Kritische Agrarbericht 2012

Der Kritische Agrarbericht wird alljährlich vom „Agrarbündnis“ im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche vorgestellt. Auch im Jahr 2012 warnt der Bericht wieder vor kritischen Entwicklungen in der Agrarpolitik. Er kommt unter anderem zu dem Schluss, dass für 2012 schätzungsweise zehnmal mehr neue Mastanlagen von Hühnern geplant sind, als es bräuchte, um die wachsende Nachfrage ausreichend zu bedienen. Neben den problematischen Folgen für Umwelt- und Naturschutz führe das auch zu einem Preiskampf unter Mästern. Es sei außerdem zu erwarten, dass in den riesigen Mastanlagen antibiotikaresistente Keime gezüchtet werden. Da das System der Massentierhaltung ohne den massenhaften Einsatz von Antibiotika nicht funktioniere, fordert der Bericht eine Wende in der Agrarpolitik. Ein weiteres Thema ist die geplante Energiewende. Der Bericht mahnt, für Energie, die tatsächlich „sauber“ ist, dürfe es keinen massenhaften Maisanbau und Abholzung von Wald geben, um Biomasse zu gewinnen. Das schade der Artenvielfalt und der Bodenqualität.
Agropoly - Wenige Konzerne beherrschen die Welternährung

Das „Forum Umwelt und Entwicklung“ und die „Erklärung von Bern“ beleuchten in der Broschüre „Agropoly“ die Monopolstellung einiger weniger Konzerne in der globalen Lebensmittelproduktion.Ob in der Tierzucht, bei Düngemitteln, Pestiziden, Saatgut oder auch im Welthandel mit Agrar-Rohstoffen, stets ist es nur eine Handvoll Unternehmen, die den Markt beherrschen. Das garantiert enorme Gewinne und erlaubt ihnen nicht selten, auch die politischen Rahmenbedingungen zu gestalten. Die Broschüre zeigt welche Unternehmen die größten Marktanteile haben und welche Probleme daraus entstehen. Außerdem schlägt sie sechs grundsätzliche Maßnahmen vor, um die Ernährungssituation und die Lage von Kleinbauern zu verbessern.
Datenbank zu Gentech-Pflanzen

"Testbiotech" hat eine ausführliche Datenbank mit dem Namen "PlantGeneRisk" zu allen gentechnisch veränderten Pflanzen erstellt, die momentan in der EU zugelassen sind oder kurz vor der Zulassung stehen. Die Pflanzen produzieren Insektengifte oder sind tolerant gegenüber Unkrautvernichtungsmitteln, bei vielen werden diese Eigenschaften auch kombiniert. Die Datenbank gibt einen Überblick über mögliche Risiken der Pflanzen und zeigt die Mängel bei der Risikobewertung der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).
Film-Tipp: Raising Resistance

In Lateinamerika ist gentechnisch veränderte Soja schon weitverbreitet. Der Film „Raising Resistance“ zeigt die Probleme, vor die Paraguays Kleinbauern gestellt sind, wenn der Nachbar in großem Stil Gensoja anbaut und mit Totalherbiziden spritzt. Der Film begleitet den einheimischen Kleinbauern Geronimo beim Kampf für den Erhalt seiner Gemeinde, die von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft lebt. Ihnen fehlt inzwischen fruchtbares Land, weil es durch herüberwehende Pestizide zerstört ist. Anhand dieses Schicksals zeigt der Film komplexe sozio-ökonomische Zusammenhänge, die dazu füren, dass zugunsten von Großbauern, die häufig Futtermittel für die europäische Tierhaltung produzieren, den Campesinos die Lebensgrundlage entzogen wird. Wie schon in "The Green Wave" und "Lost Children" gelingt es Oliver Stoltz mit beeindruckenden Bildern und Kommentaren verschiedenster Beteiligter des Konflikts den Sachverhalt verständlich und interessant darzustellen.
Permanent People’s Tribunal zu multinationalen Pestizid-Konzernen

Vom 3.-6. Dezember 2011 wird das
Permanent People’s Tribunal Menschrechtsfälle verhandeln, die von Bauern, Landarbeitern und Verbrauchern aus verschiedenen Ländern vorgetragen werden.Seit Jahren führt der Einsatz von Pestiziden der großen transnationalen Chemie Konzerne zu Krankheiten, Umweltschäden, der Zerstörung von Lebensgrundlagen, zu einem Verlust der eigenen Krontrolle über die Ernährung und Landwirtschaft und unterminiert das international anerkannte Recht auf ein gesundes Leben. Zahlreiche Fälle von Krankheit, Existenzverlust und sogar Tod werden in dem Tribunal aufgezeigt.
Lesen Sie mehr über die vorgetragenen Fälle
Youtube Kanal des "Pesticide Action Network" (PAN)
Unterzeichnen Sie die
Petition, um Ihre Unterstützung für diese Suche nach Gerechtigkeit zu zeigen.
"Das Gift der Pampa" - Film über Gensoja-Anbau mit deutschen Untertiteln

In Argentinien wird auf rund 20 Mio. Hektar gentechnisch verändertes Soja angepflanzt. Der Film zeigt die tragischen Folgen der Glyphosat-anwendung für die Bevölkerung. Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat sind wesentlicher Bestandteil der Gensoja-Produktion. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen der Verwendung von Glyphosat und gesundheitlichen Schäden der Bevölkerung ist der Einsatz der Chemikalie in der Nähe menschlicher Ansiedlungen erlaubt.
Video "Das Gift der Pampa" Teil 1
Video "Das Gift der Pampa" Teil 2
The GMO Emperor has no Clothes

Save Our Seeds hat gemeinsam mit 20 Umwelt- und Konsumentenschutz- organisationen aus Asien, Afrika, Amerika, Australien und Europa eine gemeinsame Studie veröffentlicht, in der die falschen Versprechungen der Agro-Gentechnik-Industrie und die dazugehörigen Fehlentwicklungen aufgezeigt werden. So hat der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen weder die Lebensmittelsicherheit erhöht noch den weltweiten Hunger eingedämmt oder den Pestizid-Einsatz verringert. Vielmehr hat die Agro-Gentechnik bereits heute zur Zerstörung der Biodiversität und der Lebensgrundlage von Bauern geführt.
Roundup verbieten – jetzt!

Das Umweltinstitut München hat einen
Aufruf an Bundes-verbraucherministern Aigner gestartet und fordert den sofortigen Verkaufsstopp glyphosathaltiger Pflanzengifte an Privat-personen sowie einen Stopp des Einsatzes von Glyphosat in der Landwirtschaft. Auch der Import genmanipulierter Lebens- und Futtermittel, die häufig massiv mit Glyphosat behandelt wurden, soll gestoppt werden. Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid und wird u.a. unter dem Namen Roundup von Monsanto vertrieben. Zahlreiche Studien belegen die Giftigkeit von Glyphosat für Mensch, Tier und Umwelt.
Die Saatgutkarte - Nahrung, Bauern und der Klimawandel

Die
Agrar Koordination hat in Zusammenarbeit mit der kanadischen Organisation ETC ein Poster zum Zusammenhang zwischen Klimawandel und Saatgut erstellt. Es zeigt die Veränderungen in den Anbaubedingungen und die Herkunftsgebiete unserer Nahrungspflanzen und erläutert das Problem der Monopolisierung des Saatgutbereichs und die Bedeutung der Agrobiodiversität.
Download Saatgutkarte
Risiken und Nebenwirkungen

Mit mehr als 30.000 Saatgutmustern nur für Weizen gehört die Gaterslebener Genbank zu den größten Erhaltungsstellen für Weizen weltweit. Die mit einer Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizens in unmittelbarer Nähe „zwangsläufig verbundene Gefahr der Auskreuzung hätte rechtlich möglicherweise in Kauf genommen werden dürfen, nicht aber die Gefahr einer gentechnischen Kontamination der Bestände einer Genbank, die alte Kultursorten erhält und damit eine „Schatztruhe der Vielfalt“ ist, die zudem die Aufgabe hat, eine der Haupternährungsquellen Europas zu sichern.“ Wie es dennoch dazu kam und was der kafkaeske Prozess jene Menschen, die das Versuchsfeld zerstört haben, an die Öffentlichkeit brachte haben Katrin Brockmann und Ihre Wegbeschreiter zusammengetragen. Knapp 70 Seiten für nur 4Euro zu bestellen beim
Abl Verlag, oder
HIER direkt zum Download. Mehr zum Thema
Weizen...



