Nachrichten

09.08.2011 | permalink

Transgenic crops record broken by Brazil

82.7 percent of the area for soybeans, 64.9 percent of the area for corn and 39.7 percent of the area for cotton will be using GM seeds; the Central-Western region is now leading in the size of the area planted with GM soybeans. [...] The area planted with transgenic soybeans for thenext harvest will be 13.4 percent greater than it was in the 2010/11 harvest, occupying 20.8 million hectares (82.7 percent of the total area projected).

03.08.2011 | permalink

Gentechnik-Soja: Studie bestätigt mehr Gift und mehr Resistenzen

Laut einer Fallstudie über Brasilien des Swedish Institute for Food and Biotechnology wird bestätigt, dass der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln und die Bildung von resistenten Unkräutern seit der Einführung von Gentechnik-Soja deutlich gestiegen sind. Zu befürchten ist auch der Einsatz von veralteten, in Europa verbotenen Herbiziden wie Paraquat. Die Entwicklung von Gentechnik-Pflanzen mit Mehrfach-Resistenzen bietet dafür keine Lösung. Der überwiegende Einsatz von Gentechnik-Soja in den Hauptanbauländern USA, Argentinien und Brasilien zeichnet sich durch sein einseitiges Unkraut-Management und einer fehlenden Bodenbearbeitung aus. Beides begünstigt die Bildung von resistenten Unkräutern. Seit dem Jahr 2007 ist der Import von Europa nach Brasilien von Paraquat, einem hoch toxischen Herbizid von 0 auf 66 Mio. kg im Jahr 2009 gestiegen. Ein Indiz für den vermehrten Einsatz des Herbizids, welches seit 2007 in Europa verboten ist. Dass auch die Hersteller selbst das Resistenzproblem bei den Unkräutern ernst nehmen, zeigt das Roundup Ready Plus Progamm von Monsanto. Die Firma übernimmt die Kosten für einen zusätzlichen Herbizideinsatz beim Pflanzen von glyphosat-resistenter Gentechnik-Soja. Auch bei mehrfachresistenter Gentechnik-Soja stellen sich auf Dauer Resistenzprobleme ein. Die Studie empfiehlt den Einsatz von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, die auf Grund der Monopol-Stellung von Gentechnik-Soja wenig weiterentwickelt wurden. Vor allem müssen alternative Anbausysteme verstärkt eingesetzt werden.

15.07.2011 | permalink

Gentechnik-Saat breitet sich in Ungarn aus

Mais Verunreinigung Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass pro Hektar 100 gentechnisch veränderte Mais-Pflanzen wachsen.

Wie unkontrolliert sich Gentechnik in der Landwirtschaft ausbreiten kann, zeigt sich derzeit in Ungarn. Dort weitet sich ein Gentechnik-Skandal immer weiter aus. Eigentlich sollten im ganzen Land keinerlei gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Trotzdem fand man kontaminierte Felder, auf denen illegal Gentechnik-Mais wuchs. Daher wurden 400 Hektar Mais bereits zerstört. Mittlerweile ist aber schon eine Fläche von 1200 Hektar betroffen, auf denen verunreinigtes Saatgut ausgesät wurde. Die Gentechnik-Saat stammt von den Unternehmen Monsanto und Pioneer und wurde bei Kontrollen gefunden, die seit diesem Jahr in Ungarn behördlich vorgeschrieben sind. Die betroffenen Landwirte beklagen, dass die Kontamination zu spät entdeckt wurde, um für dieses Jahr erneut auszusäen. Eine Entschädigung können sie höchstwahrscheinlich nicht erwarten, da das Unternehmen, das das Saatgut verkauft hat, zahlungsunfähig ist.

11.07.2011 | permalink

Genpflanzen verlieren an Boden

Gefährliche Kulturen Gefährliche Kulturen (Bild: SaveOurSeeds)

Die Konsumenten wollen keinen Genplanzen - das wirkt sich auch auf die Produzenten aus: Bei den Konzernen wachsen die Bedenken.
Die aktuelle Diskussion über mögliche deutsche Genpflanzenverbote macht nach Einschätzung von Experten eine Abwanderung von Unternehmen wahrscheinlicher. "Im momentanen politischen Umfeld, ist zu erwarten, dass die großen Konzerne Forschung tatsächlich ins Ausland verlagern, wenn sie dort auf bessere Akzeptanz stoßen", sagt Siegfried Bialojan, Biotech-Branchenkenner bei der Beratungsfirma Ernst & Young. Der Chemiekonzern BASF dementiert konkrete Verlagerungspläne - berücksichtigt den politischen Gegenwind aber bei neuen Projekten.

05.07.2011 | permalink

Gentechnik: Mitgliedstaaten sollen Anbau verbieten dürfen

EU Fahne: No GMO Die EU-Mitgliedsstaaten sollen über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen selbst entscheiden. (Photo:Infodienst)

Die EU-Mitgliedsländer sollen das Recht haben, den Anbau genetisch veränderter Organismen (GVO) einzuschränken oder zu untersagen, fordert das Europäische Parlament; auch aus Umweltschutzgründen. Die Kommission hatte vorgeschlagen, dass die Mitgliedstaaten den Anbau nur aus anderen als Gesundheits- oder Umweltgründen verbieten dürfen.

02.07.2011 | permalink

Gentechnikreis: Bayer bietet Bauern eine halbe Milliarde Euro

Mit einer Vergleichszahlung von mehr als einer halben Milliarde Euro an amerikanische Reisbauern will Bayer CropScience einen jahrelangen Rechtsstreit um Genreis beenden. Am Freitag einigte sich Bayer mit den Anwälten von 11.800 Farmern auf ein Vergleichsprogramm. Das bisher teuerste in der Geschichte der Gentechnik.

28.06.2011 | permalink

Vorschlag zum Gentechnikanbau muss weiter reifen

Maisversuchsanbau Maisversuchsanbau (Photo:Volker Gehrmann)

Kaum Bewegung gibt es in der Debatte um die grundsätzliche Ermöglichung nationaler Anbauverbote für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) aus politischen Gründen. Das geht aus einem Sachstandsbericht hervor, den die ungarische EU-Ratspräsidentschaft den EU-Umweltministern vorgelegt hat. Obwohl Fortschritte bei der Klärung bestimmter Fragen erzielt wurden, ist aufgrund grundsätzlicher Bedenken einiger Mitgliedstaaten - einschließlich Deutschlands - keine schnelle Lösung in Sicht.

22.06.2011 | permalink

Brandenburg unterstützt gentechnikfreie Regionen

Brandenburg Brandenburg

"Die meisten Brandenburgerinnen und Brandenburger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Der Anbau solcher Pflanzen birgt unkalkulierbare Gefahren für die Umwelt. Insofern sollten neben der Politik Verbraucher mit ihrem Konsumverhalten ein klares Zeichen setzen", so Staatssekretär Daniel Rühmkorf auf der heutigen Tagung "Bt-Maisanbau in Brandenburg – Stand und Perspektiven" in Berlin.

01.06.2011 | permalink

Grüne Gentechnik: Deutlich weniger Freilandversuche in Deutschland und Europa

Farbenfrohe Landwirtschaft Farbenfrohe Landwirtschaft

In Deutschland und Europa werden immer weniger Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt. 2011 gingen in der EU nur noch halb so viele Anträge ein wie 2010. Für Deutschland weist das Standortregister aktuell nur noch 16 Freilandversuche aus, neun weniger als im Vorjahr. In Frankreich und anderen EU-Ländern werden inzwischen keine Versuche mit gv-Pflanzen mehr durchgeführt.

31.05.2011 | permalink

Kleinbäuerliche Tauschmärkte für Pflanzensaatgut gerettet

Gentechnikfreier Kleingarten Gentechnikfreier Kleingarten (Photo: SaveOurSeeds)

Wien - Die beliebten kleinbäuerlichen und privaten Tauschmärkte für Pflanzensaatgut sind bis auf weiteres gerettet, so auch die „Arche Noah“ und ihre Sortenraritäten.
Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ist es nach intensiven Gesprächen mit Saatgutwirtschaft und Kleinsterzeugern gelungen, eine für alle Seiten tragbare Lösung zu erzielen. So gibt es ab sofort eine nationale Ausnahme für Kleinsterzeuger von der EU-Erhaltungssorten-Richtlinie.

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