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GMO-Free Regions: Berliner Erklärung verabschiedet!

 

08.05.2015 Die Konferenz „Gentechnikfreies Europa – Chancen und Herausforderungen“ vereinte Vertreterinnen und Vertreter der 64 Regierungen im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen, Unternehmen der Sojabranche, NGOs und Wissenschaftler. Die 400 Teilnehmer aus über 60 Ländern haben zum Abschluss der Konferenz gemeinsam die „Berliner Erklärung“ vorgestellt. Die Erklärung bezieht Positionen zu den Themen Opt Out, Europäische Eiweißstrategie, TTIP, Low Level Presence, Kennzeichnung von GVOs sowie Neue Techniken.

So fordern die Teilnehmer der Konferenz, dass die EU Richtlinie, 2015/412, welche Mitgliedsstaaten erlaubt, den Anbau von Gentechnisch Veränderten Organismen (GVOs) auf ihren Hoheitsgebieten zu beschränken oder zu verbieten (Opt-Out), effektiv umzusetzen, um so EU-weit rechtssichere Anbauverbote zu ermöglichen.

Außerdem müsse eine Europäische Eiweißstrategie gefunden werden. Derzeit beanspruchen die Sojaimporte der Europäischen Union 12 Millionen Hektar Anbaufläche. Dies gefährdet die Unabhängigkeit der EU-Lebensmittelversorgung und verursacht zerstörerische Landnutzungsmethoden in den Ausfuhrländern. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Berliner Erklärung fordern das EU-Parlament und die Kommission dazu auf, eine gemeinsame europäische Eiweißstrategie entwickeln, um diese Probleme anzugehen. Dies beinhaltet die Förderung nachhaltige Produktion und Nutzung von Lebens- und Futtermittel aus GVO-freien, Ölsaaten, Eiweißpflanzen und Hülsenfrüchten.

Des Weiteren dürfe das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) nicht die bestehenden EU-Standards für den Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz, sowie die Rechtssicherheit und Demokratie schwächen.  

Weiterhin wird gefordert, dass eine Verunreinigung durch GVOs (Low Level Presence) in Lebensmitteln und Futtermitteln in der EU verhindert wird, indem keine Schwellenwerte für nicht zugelassenen GVOs eingeführt werden. Für Saatgut, das nicht als GVO gekennzeichnet ist, müsse an der bestehenden Nulltoleranz für GVO-Verunreinigungen festgehalten werden. Um Transparenz und Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhalten, müsse außerdem eine EU weit einheitliche “ohne Gentechnik”-Kennzeichnung für tierische Produkte geschaffen werden.

Überdies müsse das Vorsorgeprinzip auch für neue Techniken der gentechnischen Veränderung gelten. Auch diese müssen in einem transparenten und gemeinsamen Prozess auf EU-Ebene bewertet werden. Somit dürfe das geltende EU-Gentechnikrecht, die Sicherheit und internationale Standards nicht untergraben werden.

Die vollständige „Berliner Erklärung“ und „Berlin Declaration“ (englisch) finden Sie hier.

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